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„Khersones“: Schäden in Millionenhöhe
Auf einem bundesweiten Investorentreffen haben rund 60 Kommanditisten, Stille Gesellschafter und Darlehensgeber des „Khersones“-Projekts einstimmig beschlossen, die Inmaris Geschäftsführung finanziell zu unterstützen. Die Firma Inmaris, die Privatpersonen das Segeln auf dem bekannten ukrainischen Ausbildungs-Windjammer ermöglicht, hatte Insolvenz anmelden müssen, nachdem das Schiff im April von den ukrainischen Behörden an die Kette gelegt worden war. Mit der Finanzspritze sollen Schadenersatz-Ansprüche gegen die Ukraine durchgesetzt werden.
„Alleine der Ausfall der Segelsaison 2006 bringt eine Netto-Verschuldung von über 1,5 Millionen Euro“, verlautbarte Inmaris. „Bei einem Nicht-Weiterbetreiben der ,Khersones' beträgt der Schaden, inklusive aller bisher nicht-rückfinanzierten Investitionen, über 8 Millionen Euro.“
Die Signale aus verschiedenen Ministerien in Kiew, auch aus dem Agrarministerium, das den Auslaufstopp erlassen hat (siehe www.yacht.de/yo/yo_news/powerslave,id,5073,nodeid,30.html) deuten nach Einschätzung der Hamburger Gesellschaft „eindeutig auf den Willen hin, das Schiff weiter zusammen mit Inmaris betreiben zu wollen“. Das ukrainische Außenministerium hat Inmaris-Vertreter nach Kiew eingeladen, um zusammen über die Zukunft des „Khersones“-Projekt zu beraten.
Derweil herrschen nach Aussage der Verbindungsoffizierin Tanja Alpatova schlimme Zustände an Bord des festgesetzten Schiffs: „Wir haben kein Geld, um Wasser zu bunkern und es abpumpen zu lassen. Die Waschmaschinen sind abgeschlossen. Ilona darf nicht waschen, damit die Tanks nicht zu voll werden. Die Waschräume sind nut teilweise geöffnet. Die Schiffsleute, die aus Kerch kommen, müssen zum Waschen nach Hause oder zu Freunden gehen ... Die KHERSONES macht täglich Schulden, da die Hafenkosten in Kerch nicht gezahlt werden können."
Weitere Informationen unter www.inmaris.de










