Großsegler
Hoffnung für die „Peking“
Als das Angebot vor wenigen Tagen eintraf, schien es kaum annehmbar: New York wollte den maroden Flying-P-Liner „Peking“ verschenken. Die Pier, an der er in Manhattan liegt, wird anderweitig gebraucht, und das Museum, das für seinen Unterhalt aufkommen muss, ist insolvent. Aber: Für eine Überführung auf eigenem Kiel in den Heimathafen Hamburg ist das Schiff zu rott – Transportkosten in Millionenhöhe würden also zu einer ohnehin extrem aufwändigen Reparatur hinzukommen. Das Geschenk schien unerreichbar teuer.
Gleichwohl hat das Angebot das maritime Hamburg elektrisiert. Es wäre zu schön, es wäre geradezu sensationell, das legendäre Schiff an der Elbe dauerhaft präsentieren zu können, wo es vor 101 Jahren bei Blohm + Voss gebaut wurde. Es ist einer von noch vier existenten Flying-P-Liner der Laeisz-Reederei, darunter die heute russische „Krusensthern“ und die „Passat“, die in Lübeck-Travemünde liegt.
Drei Millionen Euro an Spenden sind bereits für die „Peking“ eingegangen, doch das genügt bei weitem nicht. So schienen die Chancen auf die Rücküberführung nach wie vor nahe null zu liegen, in Zeiten besonders knapper Kassen zumal. Nun aber haben nach übereinstimmenden Medienberichten zwei nicht namentlich genannte Werften eine Reparatur zum Selbstkostenpreis angeboten.
Reinhard Wolf, Geschäftsführer der Hamburger Handelskammer und mit dem Thema befasst, erklärte gegenüber dem NDR, dass Fachleute in der übernächsten Woche nach New York reisen würden, um das Schiff zu inspizieren. Erst danach dürfte sich herausstellen, ob beziehungsweise zu welchen Konditionen die erträumte Rückhol- und Refit-Aktion vielleicht doch durchgeführt werden könnte. „Das macht wieder Hoffnung“, sagt Wolf. Dem „Hamburger Abendblatt“ zufolge soll für das Schiff eigens eine Stiftung gegründet werden.
Videomaterial zur „Peking" gibt's beim NDR im Internet.










