Weltumsegelung

"Hippopotamus" vor Afrika gekentert

25.01.2010, Fotos: hippopotamus.de Sönke Roever - Beim Versuch, in die Knysna-Lagune einzulaufen, schlug das Schiff der Roevers vor einer Brandungswelle quer

Fotograf: © hippopotamus.de Sönke Roever
Skizze der Kenterung

Bei herrlichem Segelwetter und nur lauen 4 Beaufort überlagerte sich Restdünung aus Südwest mit Windsee zu einer knapp vier Meter großen Welle, die von achtern anrollte und die "Hippopotamus" auf die Seite warf.

Die Roevers haben wohl einfach viel Pech gehabt, wie ein Seenotretter konstatierte. Wie Sönke Roever auf seiner Website berichtet, bilden sich Wellen wie die, die sie traf, unter den gegebenen Bedingungen nur äußerst selten. Zwar gilt die Ansteuerung der Lagune als anspruchsvoll — da dies der "Hippopotamus"-Besatzung aber bekannt war, passten sie die Ankunft zeitlich ab, um am Sonntagvormittag bei ruhigen Wetterbedingungen einzulaufen. Doch das Unglück nahm seinen Lauf.

Dabei haben die beiden Segler, die ursprünglich im Mai 2007 zu einem Törn nach Neuseeland aufgebrochen waren und nun ihre Reise um die Welt fortsetzen, Glück im Unglück gehabt. Ihnen selbst ist nichts passiert. Einzig das Schiff und die Ausrüstung sind beim Überholen der "Hippopotamus" auf einen Winkel von über 110 Grad erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden. Viele elektronische Anlagen sind wegen des eingedrungenen Salzwassers nicht mehr betriebsfähig und müssen repariert oder gar ausgetauscht werden.

Fotograf: © hippopotamus.de Sönke Roever
Sönke Roever beim Trockenlegen des Bootes

In einem einwöchigen Reparatur-Marathon haben es die beiden Weltumsegler nun fertiggebracht, das Schiff seeklar zu machen und zumindest eine Übergangslösung für die ausgefallenen Gerätschaften zu finden. Heute wollen sie eine Wetterlücke nutzen und nach Kapstadt segeln, um dort die restlichen Instandsetzungsarbeiten durchzuführen.

Weitere Informationen und einen detaillierten Bericht der Weltumsegelung lesen Sie unter: www.hippopotamus.de.

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