Revier
Es wird ernst: Schiffsparkplatz auf der Flensburger Förde
So mancher Segler mag angesichts dieser Nachrichten um sein schönes Revier fürchten: Bereits Mitte November wird mit den ersten, bis zu 300 Meter langen Containerfrachtern gerechnet. Zwölf Reeder und Makler haben bereits Interesse angemeldet. Insgesamt könnten sich bis zu 30 Schiffe ansammeln. Die Dauer der Liegezeit ist ungewiss.
Die Frachtschifffahrt ist einer der großen Verlierer der Wirtschaftskrise, die noch vor wenigen Jahren knappe Tonnage wird zurzeit nicht gebraucht, da der Welthandel und damit das Transportvolumen geschrumpft ist. Doch wohin mit den überflüssigen Schiffen? Die Liegeplätze in den Häfen sind knapp und extrem teuer. Viele Reeder legen daher einen Teil Ihrer Flotte auf Eis. In Deutschland gibt es bisher allerdings nur wenige Möglichkeiten dazu. Bereits seit Anfang des Jahres war von der Rückkehr der großen Pötte in die idyllische Geltinger Bucht die Sprache. Anders als Mitte der siebziger Jahre, als schon einmal Tanker vor Gelting geparkt wurden, befindet sich die Reede diesmal innerhalb eines Natura-2000-Geländes und in unmittelbarer Nähe zum Vogelschutzgebiet Geltinger Birk.
Daher dürfen die Liegeplätze nur mit Lotsen angesteuert werden, und statt eines einfachen Ankergeschirrs müssen die Frachter vermurt werden. Darüber hinaus dürfen keine Abwässer eingeleitet werden.
Da die Hilfsmaschinen zur Stromversorgung betrieben werden müssen, ist aber trotz dieser Bestimmungen mit Beeinträchtigungen zu rechnen, zumindest, wenn wirklich die volle Kapazität der Reede ausgenutzt werden soll.










