Windjammer

Die "Peking" kehrt nach Hamburg zurück

12.11.2015 Uwe Janßen, Fotos: YACHT/T. Everke, YACHT / T. Everke - Vor der Verschrottung gerettet – einem Medienbericht zufolge ist die Überführung und Instandsetzung des legendären Flying P-Liners gesichert

Bark Blohm&Voss Flying P-Liner Peking New York 2013 Everke_The Peking-39
Fotograf: © YACHT/T. Everke

Die „Peking“ an ihrem Liegeplatz in New York

(aktualisierte Fassung) Wie Bild.de heute berichtet, ist der legendäre Flying P-Liner ”Peking“ nach "einem warmen Geldregen aus Berlin“ vor dem Abwracker gerettet worden. 

Peking
Fotograf: © YACHT / T. Everke

Der Flying P-Liner vor der Skyline von Manhattan

Gestern sei ”im Haushaltsausschuss des Bundestages die Entscheidung für die Hafen-Millionen einstimmig“ gefallen, wie es in dem Bericht heißt. „Bundestagsabgeordneter Johannes Kahrs (SPD), der für den Mega-Zuschuss aus Berlin gekämpft hatte, verrät: ,Das Schiff wird an Pfählen gegenüber der Elbphilharmonie liegen.'"

Peking
Fotograf: © YACHT / T. Everke

Unter Deck wird der Sanierungsbedarf deutlich

Die 1911 bei Blohm + Voss gebaute Viermastbark liegt seit Jahren in New Yord (die YACHT berichtete in Heft 23/2013) und ist kaum noch in schwimmfähigem Zustand. „Für Renovierung, Überführung mit einem Dockschiff, Liegeplatz sind 26 Millionen Euro veranschlagt“, schreibt das Online-Portal. „Die Betriebskosten übernimmt Hamburg.“ 

Die Stiftung Hamburg Maritim hat dazu folgende Pressemitteilung veröffentlicht:

"Die PEKING kommt nach Hause"

Hamburg, 12. November 2015 – Der Haushaltausschuss des Bundestages hat beschlossen, den Aufbau eines Hafenmuseums in Hamburg sowie die Überführung der Viermastbark PEKING aus New York und ihre anschließende  Restaurierung  als Museumsschiff mit einer Bundeszuwendung in Höhe von 120 Millionen Euro zu unterstützen. Empfänger der Förderung wird die Stiftung Historische Museen Hamburg sein.

Der 1911 bei Blohm + Voss in Hamburg erbaute Frachtsegler PEKING, einer der legendären "Flying P-Liner" der Hamburger Reederei F. Laeisz, kann dadurch nach vielen Jahren in New York in seinen angestammten Heimathafen zurückkehren. 

Die Stiftung Hamburg Maritim (SHM) dankt insbesondere dem Hamburger Bundestagsabgeordneten Johannes Kahrs für seinen Einsatz um das maritime Erbe unserer Stadt.

Die restaurierte PEKING wird zu einem zentralen Blickfang für die denkmalgeschützten 50er Kaischuppen, vis-a-vis von der Elbphilharmonie und eine Bereicherung für das Olympia-Konzept 2024.

Joachim Kaiser, Vorstand der SHM: "Sowohl die PEKING als auch die gerade in Restaurierung befindliche BLEICHEN sollen später die zentralen Schauobjekte des zukünftigen Hafenmuseums werden. Die denkmalgeschützte  50er Kaischuppen im Hamburger Hafen, ebenfalls im Eigentum der Stiftung Hamburg Maritim, sind mit historischen Lagerschuppen, Hafenkränen und Güterwaggons der ideale Standort für ein Deutsches Hafenmuseum."

Nikolaus H. Schües, Partner der Reederei F. Laeisz und Vorsitzender des Kuratoriums der SHM: "Die Hamburgerinnen und Hamburger sind stolz auf ihren Hafen und die hier ansässigen Reedereien, das maritime Erbe steckt allen im Blut. Mit dem neuen Hafenmuseum und der restaurierten PEKING wird dies noch stärker ins Bewusstsein gerückt. Ich freue mich daher sehr über die Entscheidung der Bundestagsabgeordneten."

Die denkmalgerechte Restaurierung der PEKING und ihre Herrichtung als Museumsschiff werden voraussichtlich 2018 abgeschlossen sein. Der endgültige Liegeplatz wird in enger Abstimmung mit der Stiftung Historische Museen Hamburg am Hafenmuseum Hamburg geschaffen, keine zwei Kilometer von dem Platz entfernt, wo sie 1911 vom Stapel gelaufen ist.

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