Blauwasser

Countdown für Atlantiküberquerer

17.11.2011 Pascal Schürmann, Fotos: A. Dare, World Cruising - Zum 26. Mal startet am Sonntag die Atlantic Rally for Cruisers in die Karibik. Rund 230 Crews nehmen teil, darunter 26 aus Deutschland

Fotograf: © A. Dare

Bald machen sie sich wieder auf den Weg: Startszene einer der zurückliegenden ARCs vor Las Palmas de Gran Canaria

Auch in diesem Jahr wird die ARC für manchen Rekord gut sein. Nicht nur, dass mehr als 230 Boote zu der alljährlichen Fahrtenseglerregatta über den großen Teich gemeldet haben. 2011 sind auch 30 Mehrrumpfboote am Start, so viele wie nie zuvor in der Geschichte der Veranstaltung. Damit dürfte der Rekord für die größte Trans‐Ozean-Regatta bestehend aus Fahrten-Multis sicher sein, so der veranstaltende World Cruising Club.

Am vergangenen Sonntag ist die ARC 2011 mit einem bunten Umzug aller Crews in Las Palmas offiziell eröffnet worden. Bis zum Start ins 2.700 Seemeilen entfernte St. Lucia wurden oder werden alle Teilnehmeryachten noch der obligatorischen Sicherheitsüberprüfung unterzogen. Für die Crews gibt es währenddessen ein Landprogramm, das aus Partys, Empfängen und Seminaren besteht.

Die durchschnittliche Teilnehmeryacht der ARC ist 2011 mit 15,22 Meter Länge etwas größer als in den vorhergehenden Jahren. Dennoch: 57 Prozent der Boote sind unter 15 Meter, 29 Yachten sogar unter 12 Meter lang. Das kleinste Boot ist die norwegische „Tur‐bo“, eine 9,60 Meter lange Oksö 32 von 1975. Größte Yacht im Feld ist die „Ocean’s Seven2“ mit 31,60 Meter Länge.

Das älteste Boot in diesem Jahr ist die „Cruinneag III“ aus England, eine 1936 in Schottland gebaute Ketsch von Campbells & Dickies. Etwa 10 Prozent der ARC-Yachten sind dagegen noch so gut wie werftneu.

Die wachsende Beliebtheit von Mehrrumpfern zeigt sich schon länger. 2011 sind 29 Katamarane und ein Trimaran dabei. Die Palette reicht von den kleineren Lagoons 380 „Dorado“ (GER) und „Salila“ (GBR) bis hin zum großen Privilège 745 „Cattitude“ (GBR).

Die ARC 2011 ist mit 28 vertretenen Ländern eine durch und durch internationale Veranstaltung. 37 Prozent  der Boote sind in England registriert, 11 Prozent in Deutschland und 7 Prozent in den USA. 10 Boote kommen aus Australien und Neuseeland.

Insgesamt nehmen rund 1.200 Segler teil. Die meisten von ihnen treten von St. Lucia aus die Heimreise per Flieger an. Einige Schiffe verbringen die Wintersaison in der Karibik, 13 Boote zieht es weiter. Sie gehen ab Januar mit der World-ARC auf Törn um die Welt.

Fotograf: © World Cruising

Der Fleet Viewer der ARC

Ab Sonntag können die Kurse aller Yachten auf ihrem Weg über den Atlantik via Fleet Viewer im Internet verfolgt werden.

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