Umwelt
"Baugenehmigung" für Elbvertiefung
Mit der kürzlich erfolgten Zustimmung Niedersachsens war die letzte politische Hürde auf dem Weg zur Elbvertiefung bereits genommen. Seit gestern liegt dem Wasser- und Schifffahrtsamt Hamburg nun auch der Planfeststellungsbeschluss für die "Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe für 14,5 Meter tiefgehende Containerschiffe" vor. Das bedeutet den formalen Startschuss zur sogenannten Elbvertiefung.
Für Segler bringt das Vorhaben keine nennenswerten Vorteile. Im Gegenteil – viel spricht dafür, dass diese Maßnahme sich negativ auf das Segelrevier Unterelbe auswirken wird. So gehen Experten von einer Zunahme der Fließgeschwindigkeit des Flusses aus. Auch gilt es als sicher, dass die kleinen Nebenflüsse und insbesondere die dortigen Sportboothäfen mit noch stärkerer Verschlickung zu kämpfen haben werden.
In der Zeit vom 25. Mai bis 7. Juni wird der 2500 Seiten umfassende Beschluss ausliegen, anschließend sind innerhalb eines Monats Klagen beim Bundesverwaltungsgericht möglich. Vor Ablauf dieser Klagefrist wird mit den Vertiefungsarbeiten nicht begonnen werden, teilt der Hamburger Senat mit. Umweltverbände haben ihre Absicht, vor Gericht zu ziehen, bereits angekündigt. Sie befürchten eine Versalzung und einhergehend starkes Fischsterben.










