Hafenbau
Baggerung am Darß wieder verschoben
Wie die „Ostsee-Zeitung“ berichtet, verzögert sich der dieser Tage vorgesehene Beginn der Arbeiten: „Grund ist die noch nicht erfolgte Abwägung mit dem Nationalparkamt, wo das Baggergut verklappt werden soll."
Das Blatt zitiert Steffen Wehner, Sprecher des Ministeriums für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung, mit dem Hinweis, „die Zuschlagsfrist“ werde wegen der ungeklärten Verklappungsfrage „bis zum 16. Juli verlängert“. Dabei stehen unverändert, wie stets bei diesem Thema, auch noch die Ankündigungen von Umweltverbänden im Raum, abermals Widerstand gegen die Ausbaggerung zu leisten.
Der am Darßer Ort stationierte Rettungskreuzer „Theo Fischer“ muss wegen der Lage derzeit wieder von Barhöft aus operieren, was eine wesentlich weitere Anfahrt zur vielbefahrenen Kadetrinne bedeutet – Stunden, die im Ernstfall Leben kosten können. Sogar für das Strandrettungsboot „Stralsund“ ist die Zufahrt mittlerweile nicht mehr passierbar, es wurde abgezogen und kehrte nach Wieck zurück. Die Retter sind somit derzeit nicht präsent am Darßer Ort. Nach eigenen Angaben fuhr die DGzRS im verganenen Jahr vom Nothafen aus 43 Einsätze und rettete 45 Menschen aus Seenot oder Gefahrensituationen.
Derweil droht die geplante Marina vor Zingst aus finanziellen Gründen zu scheitern. Mittlerweile sind die Kosten statt mit ursprünglich 25 Millionen Euro nun mit 35 Millionen veranschlagt, die in der Hauptsache vom Land Mecklenburg-Vorpommern unter Einsatz von EU-Fördermitteln getragen werden sollen. Angesichts der Preissteigerung jedoch hat offenbar, wie der NDR berichtet, „das Wirtschaftsministerium Bedenken angemeldet“.
In der Folge ist nun auch eine Art Wellenbrecher mit Steg in der Diskussion, der wohl dem Rettungskreuzer Schutz bieten könnte, aber Yachten und Fischern vermutlich nicht. Die unrühmliche Geschichte um den Nothafen jedenfalls geht mit immer neuen Volten weiter.










