Blauwasser

1.500 Meilen bis Südafrika – Livebericht

30.11.2009 Johannes Erdmann, Fotos: S. Roever - Sönke Roever und Frau Judith berichten während der Überfahrt täglich von Bord ihrer "Hippopotamus"

Fotograf: © S. Roever
"Hippopotamus" in hoher See

Gestern stachen die Hamburger in See, um über den Indischen Ozean zu segeln. Ihr Kurs führt sie an Madagaskar vorbei, wo sich je nach Wetterlage sehr ungünstiger Seegang mit verhältnismäßig hohen Wellen bilden kann.

Wöchentlich wandern Tiefdruckgebiete um das Kap der Guten Hoffnung an der Südspitze Afrikas herum, die Südwest-Stürme mit sich bringen. Und nicht zuletzt hat die Zyklonsaison im Indischen Ozean bereits begonnen.

„Wir sind gespannt! Seit zwei Wochen beobachten wir die Wetterlage sehr genau. Unser Ziel ist es, eine geeignete Lücke zu finden, um den 1.500-Meilen-Törn in Angriff zu nehmen“, sagt Sönke Roever. "Hierzu beraten wir uns auch mit der Kieler Firma WetterWelt“. Das Meteorologenteam ist auf Wetterrouting spezialisiert und hat jetzt grünes Licht gegeben. „Auf der Strecke erwarten die beiden sicher keine einfachen Bedingungen, aber die Großwetterlage sieht gut aus“, so Dr. Meeno Schrader, Chef des Unternehmens. „Ein wenig nervös sind wir schon", gibt Judith Roever zu. "Wir werden mindestens zwölf Tage auf See sein, und über einen so langen Zeitraum lässt sich auch mit den besten Vorhersagemodellen keine absolut zuverlässige Aussage machen. Aber wir sind guter Dinge.“

In den letzten Tagen haben die Roevers regelmäßig Wettervorhersagen und Grib-Daten der WetterWelt über das Internet abgerufen und nebenbei ihr Schiff seeklar gemacht. Sie haben das Schlauchboot abgebaut und seefest an Deck verstaut und außerdem das gesamte Rigg durchgecheckt, damit auf der Etappe alles glatt geht. „Seit zwei Tagen sind wir startklar, und wir freuen uns, dass es nun endlich losgeht“,so Sönke Roever.

Seit gestern lässt das Ehepaar einmal mehr Segler wie Nichtsegler bei ihrer Ozeanüberquerung hautnah dabei sein. Interessierte können die Überfahrt der beiden Abenteurer täglich „live“ im Internet verfolgen. Bereits in der Vergangenheit haben die Roevers immer mal wieder in Form eines Live-Logbuches direkt von Bord berichtet und bis dato mehr als eineinhalb Millionen Besucher mit ihrer Internetseite www.hippopotamus.de begeistert.

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