Charter

Qualität von älteren Charteryachten

Welche Flottenbetreiber haben Yachten, die älter als fünf Jahre und dennoch in sehr gutem Zustand sind? Ergebnisse einer YACHT-Umfrage

Andreas Fritsch am 06.12.2011
Charteryachten

Charteryachten vor Mallorca

Der Trend hält seit einigen Jahren an, die Wirtschaftskrise hat ihn deutlich verstärkt: Charteryachten laufen wieder mehr Jahre bei vielen Anbietern, da schlicht der Nachschub an investitionswilligen Eignern für Kaufchartermodelle nachgelassen hat. Sechs, sieben, auch zehn oder zwölf Jahre alte Schiffe tauchen wieder verstärkt in den Listen von Basisbetreibern auf. Viele Chartersegler zögern aber vor der Buchung eines solchen Schiffes, zu groß ist die Furcht vor technischen Defekten, ungepflegten, müffelnden Seelenverkäufern, die aus dem wohlverdienten Urlaub möglicherweise ein Debakel machen.

Der Trend der Kunden war daher seit Jahren eindeutig: Die Mehrzahl will neue Schiffe, die nicht älter als zwei, drei Jahre sind. Aber deren Angebot ist natürlich begrenzt. Wer spät bucht oder nach dem günstigsten Preis sucht, wird nicht immer fündig werden. Dann stellt sich natürlich irgendwann die Frage: Bei wem werden die Schiffe so gut gepflegt, dass auch Ältere noch etwas taugen?

Dies fragten wir zwölf große Charteragenturen in Deutschland. Welche Firmen haben über die Jahre so gute Qualität bewiesen, dass die Agenturbesitzer einen Kunden, der auf der Suche nach einer Yacht im Mittelmeer ist, ohne zu zögern mit einem älteren Schiff auf Törn schicken würden? 27 Firmen wurden oft genug genannt, um es in die Übersicht zu schaffen. Die Ergebnisse offenbaren interessante Trends, wie etwa den, dass es Reviere gibt, die ein generelles Qualitätsproblem haben und andere mit durch die Bank außergewöhnlich guten Anbietern. Das Fazit der meisten Agenten war jedenfalls eindeutig: Es ist überhaupt kein Problem, mit solchen Yachten auf Törn zu gehen – wenn man denn die richtigen Anbieter kennt.

Darüber hinaus interessierte uns, was nötig ist, um als Anbieter so einen Standard zu halten. Wir besuchten drei der Firmen, die am häufigsten von Agenturen gelobt wurden, sprachen mit den Basisleitern, nahmen die Schiffe in Augenschein. Welchen Aufwand betreiben sie bei Wartung und Ausrüstung ihrer Boote, was machen sie anders? Die Ergebnisse waren teils sehr überraschend, legen sie doch offen, wie viel Änderungen und erhöhter Wartungsaufwand nötig ist, um eine Yacht fit für den harten Charteralltag zu machen. 

Die Ergebnisse der Umfrage sowie der Besuche an den Basen finden Sie in der neuen YACHT Nr. 25/2011, jetzt am Kiosk.

Andreas Fritsch am 06.12.2011

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