Erlebnisbericht

Im Schlepp über den Atlantik

Während sein Sohn Boris Rekorde jagt, verliert Moritz Herrmann auf dem Ozean sein Ruder – und erlebt eine unglaubliche Rettungsaktion

Johannes Erdmann am 12.02.2013
Herrmanns Yacht im Schlepp der "Tres Hombres"

Herrmanns Yacht im Schlepp der "Tres Hombres"

"19 Tage ist es her, dass das Ruder der 'Fidel' brach. 19 Tage, knapp drei Wochen, treibe ich havariert auf dem Atlantik. Alle Versuche, meine 18 Tonnen schwere Stahlyacht mit einem Notruder zu bestücken, sind fehlgeschlagen. Drei Yachten wurden von Intermar zu meiner Position umgeleitet und wollten helfen. Erst das dritte nahm mich für einen Tag in Schlepp, doch meine Bitte ist eine Zumutung an die Skipper. 'Fidel' ist einfach zu schwer, und so bleibt mir nichts anderes als zu treiben. Drei Monate würde es dauern, bis ich auf diese Weise die Karibik erreiche. Dabei bin ich schon jetzt völlig erschöpft und verliere jegliche Hoffnung. Soll ich das Boot doch aufgeben?

Doch dann erreicht mich ein Anruf der französischen Küstenwache: Die 'Tres Hombres', ein niederländischer Zweimaster, 32 Meter über alles, 90 Tonnen schwer, hat den Kurs in meine Richtung geändert. Neue Hoffnung! Und schon bald taucht in Nordost ein Turm von Segeln auf und hält Kurs auf mich. Erster Funkkontakt. Der Kapitän Arjen van der Veen erkundigt sich nach der Situation an Bord und schlägt vor: 'Vielleicht können wir dich in Schlepp nehmen.' Das trifft mich wie ein Stromschlag. Ich glaube es kaum und bin überglücklich. Doch noch sind es fast 800 Seemeilen bis in die Karibik …

Lesen Sie den unglaublichen Bericht von Moritz Herrmann in YACHT 5/13 – ab heute am Kiosk!

Johannes Erdmann am 12.02.2013

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