Charter

Die Fallstricke des Chartermarktes

Unfaire Vertragsklauseln, zu teure Kautionsversicherungen, Haftungsrisiken, schlechtes Material – wie Crews sie erkennen und vermeiden

Andreas Fritsch am 24.04.2012

Der Charterurlaub auf der heimischen Ostsee oder im warmen Mittelmeer gehört zu den Highlights vieler Crews im Segeljahr. Das Angebot ist riesig, die Zahl von Anbietern wurde zuletzt auch im Internet immer größer. Doch nicht alles, was glänzt, ist aus Gold: Es gibt Firmen, die mit unausgewogenen Verträgen dem Kunden viele Pflichten und Lasten aufbürden, sich selbst aber möglichst von allen Haftungsrisiken freihalten.

Wer einen solchen Vertrag unterschreibt, geht mitunter hohe finanzielle Risiken ein, die bei einem größeren Schaden am Schiff auch locker in die Tausende Euro gehen können, ohne dass es dem Kunden bewusst ist. Selbst wer die Kaution versichert, kann bei einigen Anbietern böse Überraschungen erleben, ganz davon abgesehen, dass die Preisunterschiede dafür noch immer teils erstaunlich hoch sind. Eine Änderung im Haftungsrecht vor einigen Jahren hat zudem zu höheren Risiken für Chartercrews geführt, nach einem Schaden vom Rückversicherer wegen grober Fahrlässigkeit in Regress genommen zu werden. 

Andere Probleme können vor Ort an der Charterbasis entstehen, etwa wenn dem Kunden Schäden angelastet werden, die er nicht verursacht hat. Es ist zwar selten, kommt aber immer wieder vor, dass Firmen Kunden durch mehrfache Abrechnung eines Schadens abzuzocken versuchen.

Wir haben solche Fallstricke im Markt unter die Lupe genommen, erklären, was kritisch ist und wie Sie die Risiken vermeiden können. Jetzt in der neuen YACHT, Nr. 10/2012. 

Andreas Fritsch am 24.04.2012

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