Henk
de Velde - Die neue Reiseroute -
Henk
de Velde will nicht aufgeben. Seine Reise um die Welt ist nicht
schon im August 2001 zwei Monate nach seinem Start in Amsterdam
zu Ende, wie er betont. Auch wenn ihm die russischen Behörden
in Murmansk die Einreise verweigert und damit seine Pläne,
als erster Segler einhand die berüchtigte Nordost-Passage zu
durchfahren, zunichte gemacht haben, hält er an genau diesem
Vorhaben weiter fest. Nur die Richtung hat sich jetzt geändert.
Von
Tromsø aus ist er in den vergangenen Wochen bereits nach
Spitzbergen und von dort bis weit ins Nordpolarmeer vorgedrungen.
Nun will er weiter nach Island segeln und anschließend aus
die Azoren, von dort nimmt er Kurs auf Recife in Brasilien. Weiter
geht die Fahrt Richtung Süden mit einem Abstecher zu den Falklandinseln
nach Feuerland.
Dann
steht die zweite Fahrt ins Eis an. Henk de Velde will in die Antarktis
segeln, so weit südlich, wie er mit seinem Schiff, der "Campina",
kommt. Erst wenn ihn das Eis nicht mehr weiter lässt, wird
er umdrehen und an Kap Hoorn vorbei in den Pazifik steuern.
Die
nächste Station seiner Reise ist Puerto Mont in Chile. Dann
steht der lange Schlag quer über den riesigen Pazifik bevor.
Zwischenstopps will de Velde lediglich auf der Osterinsel und auf
Hawaii einlegen. Im Frühjahr des kommenden Jahres hofft er,
Japan zu erreichen. Von dort will er über Kamtschatka in die
Bering-Straße segeln.
Dann
wird es spannend. Verweigern ihm die Russen erneut die Durchfahrt
durch die Nordsibirische See, oder stellen sie ihm diesmal die notwendigen
Papiere aus? De Veldes Team daheim in den Niederlanden soll ausreichend
Zeit haben, ein Visum für den Segler zu organisieren. Ein erneuter,
überaus peinlicher Fehlschlag wie beim ersten Einreiseversuch
würde nicht nur den niederländischen Segler selbst für
alle Zeit, sondern auch seinen Hauptsponsor Campina der Lächerlichkeit
preisgeben.
Wie
es weitergeht, falls de Velde tatsächlich die Nordost-Passage
befahren darf (eben nur in umgekehrter Richtung), hängt maßgeblich
von den Wetterbedingungen dort oben im Norden ab. Erwischt er einen
guten Sommer, kann er die Strecke von Alaska bis Norwegen in wenigen
Wochen bewältigen. Hat er allerdings Pech und trifft auf massive
Packeisfelder, läuft er Gefahr, mit seinem Schiff auf halbem
Weg stecken zu bleiben. Da er dann mit hoher Wahrscheinlichkeit
auch nicht mehr umkehren könnte, müsste er im Eis überwintern.
Sein Schiff ist für diese Situation ausgerüstet.
Im
Optimalfall wäre Henk de Velde also etwa im September/Oktober
des kommenden Jahres zurück, im schlechtesten Fall erst ein
Jahr später. In der Tabelle
sind die Stationen seiner Reise noch einmal übersichtlich aufgelistet.
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