
Henk de Veldes
5. Weltumsegelung
|
Henk
de Velde - Einhand von Pol zu Pol
Kein
Segler hat die Nordost-Passage bisher einhand bewältigt. Der
Niederländer Henk de Velde will es wagen. Mit seiner 17 Meter
langen Stahlyacht "Campina" ist er aufgebrochen, um entlang der
sibirischen Küste zu segeln.
Eigentlich
wollte er das ursprünglich von West nach Ost tun, also von
Norwegen über Russland nach Alaska. Doch im Juli 2001 verweigerten
ihm die Russen die Einreise. Nun will er es anders herum probieren:
Erst einmal um den gesamten Globus herumsegeln, um die Passage dann
von Alaska aus kommend in Ost-West-Richtung zu durchfahren.
Bis
es soweit ist, hat er einen weiten Weg vor sich: Über Spitzbergen
und Island segelt er zunächst zu den Azoren. Von dort geht
es weiter nach Süden bis hinab in die Antarktis. Dann schlägt
de Velde Kurs Nord ein: An Kap Hoorn vorbei, quer über den
Pazifik, wird er sich über Japan und Kamtschatka bis in die
Bering-Straße hocharbeiten. Dann, im Frühsommer 2002,
startet sein zweiter Versuch, die sibirische See zu erobern.
Mindestens
eineinhalb Jahre wird der Extremsegler unterwegs sein. Während
seiner gesamten Reise berichtet Henk de Velde in Deutschland exklusiv
für YACHT-Online. Regelmäßig schreibt er von Bord
über seine Erlebnisse auf See. Die Leser können so hautnah
dabei sein, wenn er sich mit seinem Schiff durch Tropen, Hitze,
Eis und Kälte kämpft.
|
|

Abschied

alle
Berichte
|
Wieder
daheim
Henk de Velde
ist zurück. Seinen Traum von der Solo-Durchsegelung der Nordostpassage
konnte er sich nicht erfüllen. Zuerst machte ihm die russische Bürokratie
einen Strich durch die Rechnung, dann das Eis der Arktis, das ihn
und seiner "Campina" den Weg versperrte.
Per Decksfracht
auf einem russischen Frachter musste de Velde mit seinem Schiff
das letzte Stück Weg zurücklegen. Mit knapper Not entronn er auf
diese Weise der eisigen Umklammerung im Nordmeer - und damit einem
weiteren frostigen und dunklen Winter in Sibirien.
Insgesamt mehr
als zwei Jahre hat das Abenteuer des niederländischen Extremseglers
gedauert. Als Misserfolg will er es am Ende nicht werten. Eher schon
als eine wertvolle Erfahrung fürs Leben.
|