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Erinnerungen
Henk de Velde ist auf der Osterinsel angekommen.
Zum zweiten Mal in seinem Leben
Nachdem ich
die Juan-Fernández-Inseln hinter mir gelassen hatte, war das Wetter
überwiegend gut. Der Wind kam zwar nicht immer aus der optimalen
Richtung, aber im Gegensatz zur ersten Woche konnte ich mich nicht
beklagen.
Es folgten sieben
Tage mit Ostwind, gerade genug, um 100 Meilen pro Tag vorwärts zu
kommen. Wenigstens konnte ich die Sonne genießen. Anschließend gab
es einige stürmische Tage mit Westwind und Regen. In der letzten
Woche dann hatte ich wieder Rückenwind und schaffte 160 Meilen an
meinem besten Tag. Insgesamt brauchte ich für 2100 Meilen 24 Tage
(gemäß Logbuch waren es 2550 Meilen), eine solche Strecke fliegen
die Krähen in der gleichen Zeit.
Am 22. Juni
vertäute ich die "Campina" endlich im kleinen Hafen von Hanga Piko
auf der Osterinsel. Sofort hatte ich das Gefühl, nach Hause gekommen
zu sein. 1981 war ich mit meiner Ex-Frau Gini zum ersten Mal hier.
Wir kamen mit einem 46-Fuß-Wharram-Katamaran namens Orowa aus Ekuador
hierher. Gini war damals schwanger. Ich war an Typhus erkrankt und
hatte in 14 Tagen 17 Kilo verloren. Eigentlich war es Gini, die
das Boot mehr oder weniger solo Richtung Osterinsel segelte. Wir
blieben sieben Monate, und unser Sohn Stefan wurde am 17.7.1981
hier geboren. Als er drei Monate alt war, setzten wir unsere Reise
fort.
Und jetzt bin
ich also wieder hier, und die Menschen erinnern sich immer noch
an die niederländische Familie mit ihrem Katamaran, ihrem Hund,
ihrer Katze und dem Sohn, der hier geboren wurde.
Stefan, den
sie hier Vairoa nannten, (sein zweiter Name bedeutet auf Polynesisch
so viel wie großes oder langes Wasser), wird mich bald hier treffen.
Dann wird er seine Füße auf die Insel setzen, auf der er geboren
wurde.
Auch das ist
Teil des Abenteuers, das man Leben nennt.
Grüße, Henk
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