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In
den Doldrums
Henk de Velde hängt derzeit in der fast windstillen
Zone am Äquator fest. Zeit für Gedanken ...
Nur wenn ich
das Radio anstelle und die Nachrichtensendungen verfolge, höre
ich von den Entwicklungen auf der Welt, von Bombardierungen und
von Massenentlassungen. Die Bomben sind meistens weit weg von unseren
Schlafzimmern. Die Entlassungen sind uns dagegen viel näher,
und man muss nicht Nostradamus sein, um zu ahnen, was uns noch alles
erwartet.
Aber
wie gesagt, all diese Dinge existieren für mich momentan nur,
wenn ich das Radio anstelle. Hier in der freien Natur ist nichts
verfälscht, die Welt dreht sich ständig weiter, und das
Meer bleibt so, wie es immer war.
Ich
schaue in den Himmel und sehe Gewitterwolken über mir. Das
Segeln durch die Doldrums gelingt mir ganz gut. Manchmal gibt es
zwar überhaupt keinen Wind, manchmal gießt es wie aus
Kübeln, manchmal frischt der Wind plötzlich auf und löst
sich danach wieder in nichts auf. Aber ich komme voran.
Insgesamt
bin ich in den 18 Tagen seit meiner Abfahrt von den Azoren 2000
Meilen vorangekommen. Bis Mar del Plata bleiben mir noch 3000 Meilen
zu segeln.
Das
Radio werde ich heute aber nicht mehr anschalten.
Grüße,
Henk
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