28.11.2000
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Wetter-Prognose für Wilfried Erdmann bis zur Wochenmitte
Von Dr. Meeno Schrader von der Firma WetterWelt
Sollte Erdmann in den letzten Tagen ein Durchschnitts-Etmal von 100 Seemeilen in Richtung Neuseeland gesegelt haben, dann hätte er Montagmorgen eine Kaltfront aus Westen erreicht. Sie gehört zu einem Tiefdruckgebiet, dessen Kern von 974 hPa 600 Seemeilen südlich von ihm durchzieht und sich im Satellitenbild als klassischer Wirbel darstellt. Nachdem der Wind vor der Kaltfront aus N-NW mit 6 bis 7 Beaufort kam, dreht er im Laufe des Montags, den 27. 11., auf West - also wieder gegenan.
Daran ändert sich in den nächsten 24 Stunden kaum etwas. Die hinter der Kaltfront einfließende Antarktisluft macht es an Bord unangenehm kalt bei Außentemperaturen am Tage von 9 Grad. Der Wind ist sehr böig und bissig, es deutet sich für Dienstag, den 28. 11., eine vorübergehende Abnahme auf eine mittlere Windstärke von 4 Beaufort an, doch werden Böen von 7 Beaufort und mehr immer wieder dabei sein, dazu kräftige Schauer.
Von den phasenweise etwas ruhigeren Verhältnissen soll Erdmann nicht allzu lange profitieren, schon in der Nacht zu Mittwoch, den 29. 11., beginnt der Wind wieder aufzufrischen, und er dreht, für ein paar Stunden zumindest, auf südwestliche Richtung. Schon ist das nächste Tief im Anzug. "Kathena nui" läuft geradewegs auf einem Kurs, der genau zwischen den durchziehenden Tiefdrucksystemen im Süden und der Hochdruckzone im Norden liegt. Das ist zugleich der Bereich, wo die Luftdruckgegensätze besonders stark ausgeprägt sind, und das heißt für Erdmann: erneut Weststurm.
Die YACHT berichtet aktuell
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