Quebec–St. Malo

Bugspriet-Bruch, "Mare" fällt zurück

26.07.2012 Lars Bolle, Fotos: YACHT/N. Günter, Veranstalter - Am Ausgang des St.-Lorenz-Stroms wird das Race neu gestartet. Jörg Riechers fällt durch einen gebrochenen Bugspriet dramatisch zurück

Bugspiet Mare
Fotograf: © YACHT/N. Günter
Der Bugspriet der "Mare". Durch einen speziellen, gabelförmigen Fuß ist er um fast 360 Grad drehbar und dazu höhenverstellbar

Schon früh hatte der Hamburger Jörg Riechers mit seinen drei Mitseglern in Führung gelegen, zwischenzeitlich bis zu 60 Seemeilen. Doch in der Nacht war dieser durch einen Schaden dahin.

Am Bugspriet waren zwei Teile delaminiert, wodurch die aus Dyneema-Geflechten bestehende Verstagung verrutschen konnte und so die Last ungleichmäßig verteilte. Folge: Der Bugspriet brach.

Nach dem Bergen des Gennakers musste der Schaden mit Bordmitteln behoben werden. „Es dauerte allein eine halbe Stunde, alle Tampen abzuknoten und das Teil unter den Niedergangsbereich zu bugsieren“, beschreibt Crewmitglied Ryan Breymaier die Reparatur. „Habe ich schon erwähnt, dass es zu regnen begann?“

Gebrochen waren der vordere und hintere Teil. Beide mussten abgetrennt werden, dafür klebte Breymaier jeweils eine Fiberglasplatte an. Der nun etwa einen Fuß kürzere Bugspriet konnte neu arretiert und der Gennaker wieder gesetzt werden.

Quebec-St. Malo Tracker
Fotograf: © Veranstalter
Die Positionen um 6.45 Uhr

Doch zwischenzeitlich waren die Verfolger wieder heran und segelten in den Morgenstunden sogar vorbei. Beim Positionsreport um 6.45 Uhr war die „Mare“ nur noch Sechste, jedoch nur knapp zehn Seemeilen zurück. Dabei hatte Skipper Riechers von allen den südlichsten Kurs gewählt, wohl um tief und schnell bei Wind mit zehn Knoten aus 74 Grad beim 125-Grad-Kurs zu segeln.

„Die Red“ mit Mathias Müller von Blumencron lag auf Platz 11, nur noch 19 Seemeilen hinter der Spitze. Anna-Maria Renken auf „Sevenstar Yachttransport“ war 18., Axel Strauss auf „Roaring Forty 2“ Siebter.

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