Jubiläum

25 Jahre "Peter von Seestermühe"

25.02.2016 Lasse Johannsen, Fotos: YACHT/N. Krauss, Nico Krauss, Archiv YACHT, YACHT/T. Störkle, YACHT/S. Hucho, N. Krauss - Eigner und Crew der 1936 als "Peter von Danzig" gebauten Hochsee-Yawl blicken auf ein Vierteljahrhundert auf blauem Wasser zurück

Peter von Seestermühe auf der Flensburger Förde
Fotograf: © YACHT/N. Krauss

"Peter von Seestermühe" auf der Flensburger Förde

Die stählerne Hochseeyacht "Peter von Seestermühe", die in diesem Sommer ihren 80. Geburtstag hat, wird in der Saison 2016 für ein weiteres ganz besonderes Jubiläum gefeiert. Genau 25 Jahre ist es her, dass der damals 25-Jährige Christoph von Reibnitz den Kaufvertrag für die 18 Meter lange Yawl unterschrieb.

Segeln, ganz viel Segeln

Der Plan des jungen Mannes kannte nur eine grobe Zielsetzung. "Klar war, das Schiff sollte weiterhin segeln, viel segeln", sagt von Reibnitz heute. Er erinnert sich noch gut an die Abschiedsrede im Akademischen Segler-Verein in Kiel, unter dessen Stander "der Peter" einst die Welt umrundete.

"Hohe Wellen und stille Flauten, brüllende Stürme und liebliche Backstagsbrisen sind 'Peters' täglich Brot. Klamme Finger und Sonnenbaden an Deck, nordische Gletscher und palmenbestandene Strände gehören zu ihm," so von Reibnitz. "Arbeitsreiche Werftzeiten und hochkarätige Segelveranstaltungen, Hafenmetropolen und stille Buchten liegen auf seinem Kurs. Ungezählte Segler haben an- und abgeheuert, Freundschaften fürs Leben sind endstanden."

Christoph von Reibnitz
Fotograf: © Nico Krauss

Christoph von Reibnitz

25 Jahre später ist von Reibnitz glücklich sagen zu können, dass die Zeit unter seiner Eignerschaft an diese wunderbare Geschichte der Yacht anknüpfen. Denn die Aufgabe, der sich der junge Mann einst stellte, war groß. "Niemand wusste damals, wo die Reise hingehen würde", sagt der Eigner im Rückblick. "Nur sehr wenige sehr gute Freunde haben überhaupt an das Projekt geglaubt." Und damit stand der Neubeginn als Charteryacht unter dem gleichen Stern wie schon der Bau für die transatlantische Zubringerregatta im Jahr des Stapellaufs.

Gebaut für den Ozean

Sondermarke Atlantikregatta 1936
Fotograf: © Archiv YACHT

Sondermarke Atlantikregatta 1936

Studenten vom Danziger Akademischen Seglerverein waren damals kurzentschlossen zur Tat geschritten. In Zusammenarbeit mit der Danziger Werft, der Technischen Hochschule und einigen Mäzenen brachten sie es fertig, in nur 52 Tagen den Bau zu organisieren. Der Ausbau des Rumpfes erfolgte während der Verschiffung nach Übersee, von wo aus die Regatta gestartet wurde. 

Die ASVer sind mit dem "Peter" noch oft über den Atlantik gesegelt, und auch dieses Kapitel hat Christoph von Reibnitz nach der Übernahme der Yacht fortgeschrieben. "Als wir mit der Nordatlantikregatta von New York in Cuxhaven einliefen, schrieb ich ins Logbuch: '...damit schloss sich für uns ein Kreis!' Wie schön, dass Kreise kein Ende haben."

Tagesgeschäft der Superlative

Zum Jubiläum hat der Eigner eine Sammlung von Zahlen aus einem Vierteljahrhundert "Peter" zusammengetragen.

Zurückgelegte Strecke Mehr als 300.000 sm
Verbrauchter Treibstoff       19.850 l
Verarbeitete Menge Farbe und Lack ca. 1600 l
Verbrauchte Segel (ohne Spinnaker)     ca. 600 qm
Verbrauchte Seekarten  ca. 500 qm
Verbrauchtes Schleifpapier      ca. 300 qm
Ausgetauschte Stahlplatten im Rumpf 0,4 qm
Atlantiküberquerungen    20
Verbrauchte Nationalflaggen  54 See-, 17 Hafenflaggen
Auf See geborgene Beiboote 3
"Gefundene" Steine in Skandinavien 2
Verlorene Anker 1
Aus technischen Gründen ausgefallene Segeltage 0   

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