Generatoren
Strom fast wie aus der Steckdose
Ein Gerät, das mit Benzin etwa zwei Kilowatt Strom erzeugt, kostet ab 300 Euro und wiegt mindestens 60 Kilogramm. Sie können aber auch locker einen Tausender ausgeben, für die gleiche Leistung in tragbaren 25 Kilogramm.
Den großen Unterschied macht, wie so oft, die Elektronik: Beim schweren Brocken kommt der Strom direkt mit 50 Hertz, 230 Volt und annähernd sinusförmigem Spannungsverlauf aus der Generatorwicklung. Die aus technischer Sicht sehr niedrige Frequenz bedingt schwere Bauteile und eine konstante Motordrehzahl von 3000 Umdrehungen pro Minute — selbst wenn nur eine 40-Watt-Lampe angeschlossen ist.
Bei den Leichtgewichten erzeugt der mechanische Teil des Generators irgendeine Spannung, die den Ingenieuren bei der Konstruktion gerade gelegen kam. Und zwar mit möglichst hoher Frequenz, denn das spart sowohl Eisen als auch Kupfer und damit Gewicht. Die im Idealfall sinusförmige Ausgangsspannung mit 230 Volt und 50 Hertz wird danach elektronisch erzeugt, diese Bauweise wird Invertertechnologie genannt. Neben geringerem Gewicht ergibt sich ein weiterer Vorteil: Die Motordrehzahl kann bei Teillast ohren- und nervenschonend abgesenkt werden, die Elektronik gewährleistet trotzdem die richtige Spannung und Frequenz.
Allerdings klappt das je nach Hersteller unterschiedlich gut. Im Test fünf mobiler Stromerzeuger zeigten sich Ergebnisse von "Besser als im Landnetz" bis "Chaos-Rechteck mit Überspannung": Nicht alles, was mit einer Steckdose prahlt, liefert auch tatsächlich Strom, wie man ihn aus selbiger erwartet.
Nachzulesen ab Mittwoch in der neuen Ausgabe der YACHT (Heft 19/2010).










