Saarepaat
Nordische Offensive
Die estnische Werft Saarepaat baut seit Jahren als Zulieferer für Finngulf. 2008 ließ das Unternehmen aber erstmals auch ein eigenes Produkt vom Stapel, die Mittelcockpityacht Saare 41 (Test und Werftporträt in YACHT 23/2008). Nun legt die Werft nach und präsentiert die ersten Pläne für eine Saare 38, welche im Herbst 2010 auf den Markt kommen soll.
Schon rein optisch besteht keine Frage, mit welchem Wettbewerb sich die Werft messen will. Die engagierte Marktoffensive aus Estland zielt in Richtung der skandinavischen Edelfertigungen von Hallberg-Rassy, Najad und Co. Dafür stehen die hochwertige Bauqualität sowie typische Designmerkmale wie das hohe umlaufende Schanzkleid oder die feste Windschutzscheibe.
Anders als ihre größere Schwester erhält die Saare 38 ein Achtercockpit mit großem Steuerrad und ist damit konzeptionell und optisch recht dicht dran an der Hallberg-Rassy 372, der erklärten Konkurrenz und frischgebackenen Yacht des Jahres 2010.
Die Saare 38 soll mit einem Zweisalings-Rigg aus Aluminium ausgestattet und wahlweise mit Genua oder Selbstwendefock gesegelt werden. Am Mahagoni-Innenausbau arbeitet Konstrukteur Karl-Johan Stråhlmann derzeit noch. Für die Standardversion sind zwei Kabinen und eine geräumige Nasszelle vorgesehen. Möglich soll auch eine zusätzliche, kleinere Achterkabine anstelle der großen Backskiste sein.
Im direkten Vergleich mit der Konkurrenz ist der Preis von 229.200 Euro attraktiv. Deutscher Händler ist Yachtsport Eckernförde (www.yse.de).
Technische Daten Saare 38
Rumpflänge (Lüa): 11,40 m
LWL (Wasserlinienlänge): 10,16 m
Breite: 3,66 m
Gewicht: 8,2 t
Ballast/-anteil: 3,0 t/36%
Tiefgang/-altern: 1,95/1,80 m
Segelfläche: 76,0 qm
www.saarepaat.ee / www.yse.de










