Olympiaklassen
Ein Schuss Adrenalin mit Doppeltrapez
Olympisches Rasen ist ab 2016 auch Frauensache. Der Damenskiff-Wettbewerb wird in Rio de Janeiro seine Premiere feiern, fraglich ist noch, auf welchem Gerät. Die Evaluierung dieser Boote und der Mixed-Multihulls, die ebenfalls neu im Olympiaprogramm sind, erfolgt durch den Welt-Seglerverband (Isaf) vom 17. bis 25. März im spanischen Santander. Welche Boote ausgewählt werden, wird beim Isaf-Meeting im Mai mitgeteilt.
Der britische Hersteller RS Sailing hat eigens zu diesem Zweck vom Designertrio Alex Southon, Nick Peters und Phil Morrison den RS 900 entwickeln lassen, der den Bedürfnissen von leichteren Crews (zwischen 110 und 130 kg) angepasst sein soll, ohne dabei den Spaß zur Knochenschinderei ausarten zu lassen. Dabei musste auch den strikten Isaf-Richtlinien entsprochen werden, die Robustheit, Sicherheit, Kostenbeschränkung und gute Segelleistungen zwischen 5 und 25 Knoten fordern.
Gebaut aus Epoxid-Sandwich-aminat mit Kohlefaserverstärkungen, verfügt der RS 900 ähnlich wie 49er über solide Wings, einen teilbaren Kohlefasermast, Doppeltrapez, Squaretopp-Großsegel und Masttopp-Gennaker, doch der Rumpf ist deutlich kürzer und schmäler und hat auch weniger Freibord. So gesehen ist der RS 900 eigentlich eher ein Cousin des 29er, der in einer mit größerem Rigg und Doppeltrapez aufgemotzten Version als 29er XX in Santander einer der direkten Konkurrenten bei der Evaluierung sein wird.
Am 14. und 15. Januar steht der RS 900 am neuen RS-Sailing-Standort nahe Southampton zum Test bereit. Mehr bei RS Sailing.










