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Raymarine Axiom: mit der Kraft der vier Herzen

Die Einstiegs-Plotter von Raymarine schließen zur Oberklasse auf. Dank Vier-Kern-Prozessoren und neuer Software bewältigen sie auch komplexe Sonardarstellungen

Hauke Schmidt am 07.03.2017
Raymarine Axiom
Hersteller

Die neue Axiom-Serie von Raymarine wird per Multiouch gesteuert, selbst das Einschalten erfolgt über ein Sensorfeld auf der Glasfront

Raymarine holt mächtig aus und setzt mit der Axiom-Serie zum Doppelschlag gegen Navico und Garmin an. Obwohl als Einstiegsmodelle und langfristig auch als Ersatz für die A-Serie ausgelegt, bieten die neuen Multifunktionsdisplays nicht nur die Optik der Topserie, sondern auch den gleichen Funktionsumfang. Lediglich auf dezidierte Knöpfe muss man verzichten, Axiom wird vollständig per Multitouch gesteuert, selbst das Ein- und Ausschalten erfolgt über ein Sensorfeld auf der Glasfront. Die Displayauflösung der 7- und 9-Zoll-Modelle beträgt 800 x 480 Punkte. Die 12-Zoll-Ausführung kommt auf 1280 x 800 Bildpunkte.

Raymarine Axiom

Es werden Vektor- und Rasterkarten von C-Map, Navionics und nach BSB-Standard unterstützt

Gleichzeitig mit der Axiom-Reihe präsentiert Raymarine die neue Lighthouse-III-Software. Dank überarbeiteter Menüstruktur sollen sich die Geräte damit noch einfacher konfigurieren und bedienen lassen. Im Laufe des Jahres soll die neue Software auch als Update für die bisherigen Modell verfügbar sein.

Ebenfalls neu ist die Hardware. Erstmals setzt Raymarine Prozessoren mit vier Kernen ein, wodurch deutlich mehr Rechenleistung zur Verfügung steht. Sichtbar wird das durch eine flüssigere Darstellung beim Zoomen oder Änderungen am Bildaufbau. Vor allem für Angler und Taucher sind die neuen Sonar-Funktionen interessant. Nicht nur, dass die Geber nun ohne Blackbox direkt mit dem Plotter gekoppelt werden können; die Axiom-Modelle beherrschen auch eine dreidimensionale Darstellung der Echos, wodurch ein deutlich besserer Eindruck von der Topografie des Meeresbodens und der Position eventuell vorhandener Fischschwärme entsteht.

Raymarine Axiom

Mit den neuen Sonar-Funktionen und 3D-Darstellung lassen sich Bodenstruktur und Fischschwärme gut erkennen

Neben den Sonar-Gebern lassen sich natürlich auch Radarantennen, Wärmebild- und Videokameras sowie NMEA2000-Geber mit der Axiom-Reihe koppeln. Dazu stehen eine Ethernet- und eine NMEA2000-Schnittstelle zur Verfügung. Die Anbindung an Seatalk-NG- oder NMEA0183-Netze kann über optionale Adapter erfolgen. Außerdem sind die Plotter mit den neuesten W-Lan- und Bluetooth-Standards ausgerüstet und verfügen über einen integrierten GPS- und Glonass-Empfänger mit 10-Hertz-Positionsberechnung.

Als Kartensysteme werden wie bisher die Vektor- oder Rasterkartensätze von C-Map, Navionics oder nach BSB-Standard unterstützt. Die Axiom-Reihe wird voraussichtlich ab April verfügbar sein. Die Preise beginnen bei 887 Euro.

Weitere Informationen gibt es derzeit nur auf Englisch unter: www.raymarine.de

Hauke Schmidt am 07.03.2017

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