Wichtig: frische Vitamine
© N. Krauss
Serie "Fit an Bord"
Ernährung - So bringen Sie sich und Ihre Crew in Form
 
Segeln macht hungrig. Das weiß jeder, der sich schon einmal den ganzen Tag lang den Wind hat um die Nase wehen lasen. Ein gutes Essen schmeckt und stärkt daher zugleich. Die Mannschaft bekommt neue Power, die Stimmung an Bord steigt.
     In YACHT 06/01 geben wir ab Seite 26 jede Menge Tipps zum Thema Ernährung an Bord: von der optimalen Kombüsenausstattung über die richtige Lagerung von Lebensmitteln bis hin zu Sicherheitsvorkehrungen, damit beim Kochen auch ja nichts anbrennt.
     Außerdem können Sie hier die leckersten Rezepte und originellsten Menüvorschläge von YACHT-online-Lesern erfahren.

     Die Gewinner unseres Preisausschreibens finden Sie hier.

    

  • Kombüsentipps der YACHT-Leser

    - Kochen auf hoher See
    - Fisch-Gemüse-Pfanne
    - Torpedos
    - Einkaufsliste für den Spanientörn
    - Lachs aus dem Ofen
    - Tischräuchergerät
    - Currylinsen
    - Aelpler Magronen
    - Capellini mit Garnelen
    - Günstiger Proviant in Griechenland
    - Nudelauflauf
    - Knoblauchbrot
    - Geschnetzeltes
    - Bratkartoffeln und Pfannkuchen
    - Schnelle Küche
    - Tischunterlagen
    - frisches Vollkornbrot
    - heiße Tomaten
    - Gyrossuppe
    - Küchenrolle
    - Erotisches aus Dänemark
    - grüner Spargelsalat
    - selbstgemachte Pesto
    - Fisch aus dem Ofen
    - Nudeln mit Thunfisch-Zitronen-Thymiansauce
    - Risotto mit Steinpilzen
    - Schwedische Seemannspfanne
    - Bulgursalat
    - Safran Risotto mit Lauch Shrimps und Paradeisern
    - Kombüsenausstattung
    - gebackenen Fisch in Dill/Käsesauce
    - Truthahn mit Akvavit


  • Stephan Zenglein aus Hausen über das Kochen auf hoher See:
     
    Sofern es vermeidbar ist, wird unterwegs nicht gekocht. Man kann auch Pizzabaguette oder Schinkennudeln vorbereiten und zu gegebener Zeit in die Röhre schieben oder in die Pfanne hauen. Brötchen kann man ebenfalls auf Vorrat aufschneiden. Für alle Ingenieure und sonstige Fachmänner: Alle Speisen niedriger Viskosität sind tabu, sofern sie während der Fahrt auf dem Herd erhitzt werden müssen. Das gilt auch für das Kaffeebrühen, sofern kein vernünftiger Wasserkessel da ist oder wenn der Kaffee mit einem jener Kaffefilterhalter gefiltert werden muß, die zu keiner einzigen Kanne passen. Für handgefilterten Kaffee sollte jeder Smut eine nicht unerhebliche Gefahrenzulage verlangen.

    Ein Tip: Stellt man ausreichend Saftflaschen, Tee- und Kaffekannen etc. in die Spüle, stabilisieren sie sich gegenseitig ausgezeichnet. Mir ist noch keine einzige 'rausgehüppt'. So kann man mit einem Wasserkessel auch relativ gefahrlos Tee überbrühen. Beim Kaffeeüberbrühen funktioniert das leider nicht ganz so gut. Wann endlich gibt es auf Schiffen Kaffeekannen, bei denen der Filteraufsatz vernünftig fixiert werden kann? Ich denke da so an einen Bajonett- oder Gewinde-Verschluß und einen deutlich erhöhten Anti-Schwapp-Rand ...

    Auf einem Langstreckentörn sollte nur ein erfahrener Salzbuckel den Smut spielen, sonst haben wir entweder eine Meuterei oder einen armen Lazarus an Bord. Seekranke gehören während der Fahrt definitiv nicht an den Herd.




  • Peter König preist seine Fisch-Gemüse-Pfanne:
     
    Zutaten: 600 gr. Zwiebeln, 600 gr. gemischte Paprika (nach Wunsch auch mehr), 1000 gr. Fischfilet (Seelachs, Rotbarsch, o. anderes), Bratfischgewürz oder Pfeffer und Salz, 2 Esslöffel Speiseöl, 1 Becher Sahne, 1 Becher Cremefraiche mit oder ohne Knoblauch (nach Wunsch auch mehr)

    Zubereitung: Das Fischfilet in Essigwasser waschen und trocknen. Filet mit Bratfischgewürz gut von allen Seiten bestreuen und dann in Aluminiumfolie eingepackt über Nacht im Kühlschrank lagern.

    Vor dem Braten wird das Gemüse kleingeschnitten. Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen und dann das gemischte Gemüse andünsten. Auf das angedünstete Gemüse wird das Fischfilet gelegt. Einen Deckel auf die Pfanne und ca. 20 Min. bei mittlerer Hitze garen. Am Ende der Garzeit den Fisch abheben und die Sahne und Cremefraiche unter das Gemüse mischen, das Filet wieder oben auf. Dazu schmecken Salzkartoffeln oder auch Reis.




  • Noch ein feines Fischrezept, nämlich Torpedos, von Ursula Kleiner:
     
    Zutaten: Spinat (Menge je nach Größe der Grattinform), pro Person 1 größeres Fischfilet, Rahmsauce, Reibkäse, Butter, Kartoffeln oder Reis

    Zubereitung: Je nach Anzahl der Personen geeignete Grattinform ausbuttern. Den ganzen Boden ca. 2 cm dick mit Spinat (frisch od. aus Büchse) bedecken, würzen u. nach belieben etwas Knoblauch beigeben. Fischfilets gut würzen (nach Geschmack) und auf dem Spinat verteilen. Rahmsauce (fertige oder selbstgekochte) darüber giessen. Reibkäse darüber streuen und mit einigen Butterflöckchen garnieren. Im Backofen bei mittlerer Hitze ca. 20 bis 30 Minuten grattinieren. Dazu serviert man Salzkartoffeln oder Reis und einen guten Tropfen Weisswein oder Rosé.




  • Von Doris Kurth stammt folgende Einkaufsliste für den Spanientörn (spanisch):
     
    Kühltheke Getränke
    500 g Margarine margarina 18 l Wasser (Plastikfl.) agua (con gaz)
    3 x 4 Frucht-Joghurt yogurt 2 l A-Saft zumo de manzana
    1 x Frischkäse (queso) 6 l O-Saft zumo de naranja
    1 x Schmelzkäse 4 l (+ 4 l) Cola (light)
    500 g Käse am Stück 4 l Sprite
    1 x Camembert 4 Paletten Bier cerveza
    2 x Schnittkäse 6 Fl. Rotwein vino tinto
    2 x Wurstaufschnitt el embutido, los fiambres variados 1 x Hierba (mittel)
    2 x Salami am Stück 4 l H-Milch 1,5 % la leche
    2 x Kochschinken el jamón de york (cocido) 1 x Rum ron
    4 x süße H-Sahne nata batida/montada 1 x Sekt vino esqumoso
       
    Obst/Gemüse Süßigkeiten
    4 kg Äpfel 15 Stk. Schokolade (verschiedene) chocolate
    6 Stk. Nektarinen nectarina 4 x Kekse
    6 Stk. Bananen 2 x Salzstangen
    1 Melone melón 2 x Gebäck
    1 kg Zwiebeln cebolla 4 x Chips o. ä
    3 Knollen Knobi ajo 2 x Erdnüsse
    2 x Salat 8 x "Haribo"
    1 kg Tomaten 1 x Bonbons los caramelos
    2 Salat-Gurken 3 x Kaugummis (ohne Zucker) goma de mascot
    je 2 Paprika (rot/grün)  
    2,5 kg Kartoffeln  
       
    Konserven Haushaltswaren
    2 x Pfirsichdosen los melocotones 3 Stk. Stumpenkerzen vela
    Bockwürstchen (salchicha) 1 x Spüli el lavavajillas
    1 x eingelegte Gurken 2 x Pritschwamm
    3 Dosen Eintopf potaje/olla 4 Stk. Spüllappen
    2 gr. Tomatendosen< 2 Stk. Putzlappen
    1 gr. Schwamm
    2 kl. Pilze champiñón 4 x WC-Papier
    Gulaschdosen estofado 2 x Küchenrolle
    2 x Ananasdosen piña  
       
    Verschiedenes Gewürze
    2 kg Nudeln 1 kg Zucker azúcar
    1 kg Reis arroz 1 x (Jod-) Salz (yodoy-) sal
    1 Mahl Tütensuppen 1 x Pfeffer piminta
    1 Mahl Miracoli 1 x Parika pimiento
    500 g Kaffee 1 x Kräuter der Provence las hierbas
    1 x Filtertüten (Nr. 4) filtro, pape 1 x Senf mittelsch. mostaza
    1 x Teebeutel la infusion 1 x Ketchup
    1 kl. Kakao cacao 1 x Essig el vinagre
    1 x Nutella 1 x Öl el aceite
    2 x Marmelade mermelada  
    Müsli  
    2 Brot (frisch)  
    2 x Pumpernickel el pan integral  
    10 Stk. Eier los huevos  





  • Frank Gebauer ist stolz auf seinen Lachs aus dem Ofen:
     
    Zutaten für 4 bis 5 Personen: 1 Lachsseite ohne Haut, 4 Zwiebeln, 4 Knobi, 1/2 Glas Weißwein(trocken), 250 ml Sahne, 3 EL geh. Petersilie, Salz, Pfeffer, Butter

    Zubereitung: Zwiebel klein schneiden und in Butter andünsten, mit etwas Weißwein ablöschen - Sahne dazugeben und alles 3 - 4 Minuten köcheln lassen. Lachs in eine ausgebutterte Auflaufform geben, mit Salz, Pfeffer, Petersilie und gehacktem Knobi bestreuen, die Sauce darüber gießen und für 12 - 15 Minuten in den 180 Grad heißen Ofen schieben. Die Sauce stockt ganz leicht an, der Lachs bleibt saftig und aromatisch. Dazu passt Baguette oder Kartoffelpüree, wer will kann auch einen grünen Salat dazu reichen.

    Tip: Es ist immer sinnvoll Fischfilets im Backofen zu braten, da der Platz auf dem meist nur 2-flammigen Herd währenddessen für die Soße und die Beilagen genutzt werden kann!




  • Günter H. Rümmler empfiehlt ein Tischräuchergerät:
     
    Sehr bewährt hat sich ein Tischräuchergerät (in größeren Camping- oder Angelgeschäften erhälltlich. Das notwendige Räuchermehl ist ebenfalls dort zu erwerben). Im Hafen ein paar frische Heringe oder Seelachs kaufen (wenn sich die Geleghenheit ergibt, kann man sie auch selbst fangen) und unterwegs zubereiten (ausnehmen, trocknen, würzen mit Salz, Pfeffer und Citrone). Ein Vorteil: Man muß den Räuchervorgang nicht beaufsichtigen, man kann sich anderen Aufgaben widmen. Die Bewunderung der Crew ist Ihnen sicher, und frisch geräucherter Hering schmeckt ganz besonders lecker.




  • Ragnar Fechler schwärmt für seine Currylinsen:
     
    Zutaten: Zwiebel, Linsen aus der Dose, Möhren, Reis, Curry, Schmand (ein Herd mit drei Flammen wäre auch nicht schlecht, aber man kann den Reis auch gut im Schlafsack oder dem Backofen warm stellen).

    Zubereitung: Reis kochen. Zwiebeln schälen und in Olivenöl andünsten. Mit reichlich Curry bestäuben und anschließend die Linsen dazugeben und erwärmen. Möhren waschen, schälen und in Scheiben schneiden. In etwas Fett andünsten - wir lieben es al dente.

    Anrichten: In einen Reisrand werden die Currylinsen gegeben. Darauf kommen die Möhren. Abgerundet wird mit einem großen Klecks Schmand.




  • Von Alfred Mennel stammt das Rezept mit den Aelpler Magronen:
     
    Für 3-4 Personen: 300 gr. rohe Kartoffeln schaelen, in kleine Würfel schneiden und zusammen mit 300 gr Magronen in reichlich Salzwasser kochen (al dente ca. 8 Min.). Abschuetten und lagenweise mit geriebenem Kaese (Sprienz od. Parmesan etc.) in vorgewaermter Platte anrichten. Je nach Geschmack 2-3 Zwiebeln in Ringe schneiden und in reichlich Butter golden andünsten und das Gericht damit abschmecken. Dazu kann Apfelmus oder Apfelkompot oder Birnenschnitze gereicht werden.




  • Erwin Bahlke richtet Capellini mit Garnelen an:
     
    Zutaten für 4 Personen: 500 g Riesengarnelen ohne Schale, 500 g Capellini von Barilla oder altern. Spaghetti, 6 Scheiben ital. luftgetrockneten Speck, ca 5mm dick, 6 Tomaten, 2 Zwiebel, 6 Knoblauchzehen, 2 getrocknete Chilischoten, Parmesankäse (frisch gerieben) Olivenöl, Salz, Pfeffer, Oregano.

    Zubereitung: Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Die Zwiebel-Speckwürfel in der Pfanne so lange anbraten, bis der Speck Fett gelassen hat. Die Nudeln kochen. Dann die Garnelen( im Ganzen oder geteilt) und den zerhackten Knoblauch dazugeben. Kurz mit anbraten, bis die Garnelen eine weiße Farbe bekommen haben. Jetzt die gewürfelten Tomaten in die Pfanne geben, mit dem Pfanneninhalt verrühren und bei geschlossenem Deckel ca. 10 Min. bei mittlerer Hitze garen. Gelegentlich umrühren. Die gekochten Nudeln abgießen und abtropfen lassen. Die Garnelen mit Pfeffer, Salz und Oregano abschmecken. Die Nudeln mit den Garnelen in einen geeigneten Topf vermischen. Die Nudeln mit den Garnelen servieren und mit frisch geriebenen Parmesankäse bestreuen.




  • Skipper Hans weiß, wo man in Athen günstig Proviant bekommt:
     
    Ein Tipp für Charterer in Griechenland. Für alle die in Athen Starten gibt es seit einiger Zeit eine sehr günstige Einkaufsmöglichkeit. In ca. 5-8 Taximinuten-Entfernung von der Alimos Marine gibt es einen LIDL-Markt. Das Angebot ist sehr ähnlich wie in Deutschland, die Preise sind die gleichen wie in Deutschland. Beim Kauf von z.B. 2 Pfund Kaffee hat man im Vergleich zu den Preisen im normalen Supermarkt die Taxifahrt mehr als wieder raus.
         Auch die Grundnahrungsmittel sind z. T. wesentlich günstiger zu erhalten. Besonders macht sich der Einkauf dort bei den Getränken bezahlt. Hier ist z.B. die Dose Bier z.T. zu einem Drittel des Preises zu haben im Vergleich zu den Fliegenden Händlern in der Marina. Vor allem gibt es hier auch richtiges Pils. Standort Athen: Agia Aléxandrou Str. - Palio Falirou.
         Außerdem gibt es auch einen Markt bei Nafplion: Epídavros Str. - Aria (ca. 4 km vom Hafen). Beide Anschriften sind in Lautsprache geschrieben. Wer mehr wissen möchte kann mir auch eine mail schicken: hanselke@naf.forthnet.gr.




  • Troy Griffin stillt seinen Hunger am liebsten mit dem guten alten Nudelauflauf:
     
    Zutaten: 500 g sehr breite Nudeln, 50 g Butterfett, 3 große Zwiebeln (gehackt), Salz, Pfeffer, 1/4 l Sahne, eventuell eine Hand voll Speckwürfel.

    Zubereitung: Die Nudeln in reichlich Salzwasser ca. 10 Minuten "al dente" kochen (sie sollten noch Biss haben), abschütten, mit kaltem Wasser abschrecken und abtropfen lassen. In Butter oder Butterfett die Zwiebeln goldgelb dünsten, mit Salz und Pfeffer würzen. Nach Bedarf Speckwürfelchen in einer Pfanne glasig werden lassen. In eine ausgebutterte Auflaufform abwechselnd Nudeln, Zwiebeln und Speckwürfelchen schichten. Die Sahne darüber gießen und in dem auf 180 Grad vorgeheizten Backofen für ca. 35 bis 40 Minuten überbacken.




  • Wolfgang Kerber weiß, wie aus altem Weißbrot leckeres Knoblauchbrot wird:
     
    Verwendet wird ausschließlich eine alte trockene Weisbrotstange mit der sonst bisher die Fische gefüttert wurden.
        Altes Weisbrot im Abständen von einem cm quer einschneiden und die Einschnitte mit der unten angegebenen Knoblauchbutter einstreichen. Knoblauchbutter: Butter ca. 50 gr. in eine Tasse geben , dazu zwei bis drei Knoblauchzehen hineinpressen, etwas Salz, Pfeffer, einen halben Teelöffel Gemüsebrühe und zwei bis drei Teelöffelgehackte Petersilie dazugeben und mit kleinem Löffel gut durchmischen.
         Zuguterletzt das Weisbrot mit Olivenöl einpinseln und etwas salzen. Nun das Brot auf ein Backblech legen, etwas Wasser auf das Blech geben und ab damit in Vorgeheizten Backofen - Nach ca. 15. Minuten ist das Brot knusprig.




  • Christa Jordan setzt auf Geschnetzeltes:
     
    Von zu Hause nehme ich tiefgefrorenes, fertig gebratenes Geschnetzeltes mit, entweder vom Schwein oder Rind. An Bord befinden sich immer "Uncle Ben-s" Gläser in verschiedenen Sorten: So gibt es einmal "Curry-lndisch" mit Schwein + einer frischen Banane. Am nächsten Tag "Süss-Sauer" mit Rindergeschnetzeltem oder "Sezuan" mit möglichst viel Sojasprossen (in Holland überall erhältlich.) Dazu gibt es Reis. Zubereitung an Bord in max.10 Minuten. Selbt für einer Herrencrew ist das kein Problem.



  • Theobald Pfaffe besteht auf Bratkartoffeln und Pfannkuchen:
     
    Als ich noch bei der Bundesmarine war, haben wir unterwegs auf unseren Segelyachten mittags immer was Warmes gehabt, egal ob bei Tagestouren, Langtörns oder Regatten - was ich jetzt als Pensionär, wenn ich mal bei Freunden mitsegle, oft vermisse. Da heißt es meitens: Warm essen wir erst abends im Hafen. Ich finde, alle sind gleich viel besser gestellt, wenn man zur Mittagszeit etwas Warmes in die Plicht gereicht bekommt.

    Hier 2 einfache, schnell zubereitete Gerichte für 4 bis 5 Personen, bei denen auch im Seegang nichts überschwappt:

    Bratkartoffeln mit Tomaten:
    Am Abend vor dem Auslaufen 1 Pott Pelikartoffeln abkochen, morgens nach dem Frühstück pellen und in Scheiben schneiden. Mittags 1 bis 2 Zwiebeln würfeln und in einer größeren Pfanne mit Deckel kurz in Öl oder Butter dünsten, die geschnittenen Pellkartoffeln hinzugeben, dünsten (Deckel drauf), später 3 bis 4 frische Tomaten in Scheiben dazu, Salz, Pfeffer und weiter dünsten, bis alles schön durchgezogen ist. Fertig.

    Pfannkuchen mit Apfelmus:
    In einer Plastikschüssel 4 Eier, 1/4 Liter Milch, 1 Teelöffel Zucker und eine Prise Salz mit dem Scheebesen schlagen. Nach und nach 1 Pfund Mehl unterrühren und immer etwas Milch hinzugeben, bis der Teig dickflüssig ist. Milchbedarf insgesamt etwa ein knapper Liter. Wenig Butter oder Öl in einer Pfanne (ohne Deckel) erhitzen, 1 kleinere Kelle voll Teig hineingeben und verteilen. Wenn oben auf dem Pfannkuchen das Flüssige eben fest wird, den Pfannkuchen wenden und ab und zu darunter nachsehen, ob er so gut ist. Dazu kann man Apfelmus (Dose) essen oder ihn mit Zucker bestreuen - je nach Wunsch.



  • Ludwig Michelsen setzt auf die schnelle Küche:
     
    Kann man innerhalb von 8 Minuten ein leckeres Mahl auf den Tisch zaubern? Klar doch. Es ist das Seglermenü. Wie es geht? Fleisch in einer Pfanne braten (Schweinefilet, Bratwurst, Schaschlik, Kotelett usw), Kartoffeln müssen nicht sein, aber wenn, werden sie in großer Menge auf Vorrat gekocht und gepellt- später als Bratkartoffeln in extra Pfanne gebraten oder einfach zum Fleisch in die Pfanne. Mit Fisch geht's genauso.
    Nun das Gemüse. Da wird nix gekocht, nur gebraten. (Das Kochen würde nur lange dauern, die Pantry mit Feuchtigkeit überziehen und die Vitamine töten). Braten geht fix. Herrlich: Zwei Bananen abpellen und in ein bißchen Butter braten. Zum Servieren mit Cognac oder Rum flambieren.
    Wer sich noch 5 Minuten Zeit nehmen möchte, macht einen Salat aus gewürfelter Paprika (Vitaminbombe) und Feta-Käse. Dazu ein American oder French Dressing aus der Flasche. Noch einfacher: Eine rohe Zwiebel. Das sind wir ja gewohnt, wenn wir beim Jugoslawen oder beim Griechen essen. Viele Langfahrtsegler essen jeden Tag eine. Hält gesund und schmeckt.
    Oder der Clou: Die roten, geschmackfreien Wasserbeutelfrüchte aus Holland. Genannt Tomaten. Große Tomaten werden einmal durchgeschnitten und kommen dann mit der Schnittfläche nach unten in die Pfanne. Noch besser sind die kleinen Strauchtomaten. Nur abspülen, dann so in die Pfanne. Schmeckt unglaublich.
    Pst, hier noch ein kleiner Trick von mir: Neben dem Herd habe ich ein kleines Glas mit konzentriertem Zuckerwasser stehen. Mit einem Rasierpinsel streiche ich das Zuckerwasser witsch witsch über die Bratkartoffeln oder das Fleisch. Ergibt eine herrliche Kruste.



  • Bernt Lutter rutscht dank Unterlagen bestimmt nichts vom Tisch:
     
    Als ehemaliger Schiffsingenieur bin ich im Ruhestand nun besonders der Segelei verfallen. Aus meiner Berufserfahrung zunächst ein Tipp, um bei unruhiger See Mucken und Teller sicher auf der Back zu halten: Tischdecke oder Geschirrtücher nass auswringen und auflegen. Darauf rutscht kein Geschirr!

    Noch ein Tipp: Schleiabwärts wird die Wartezeit bis zur Öffnung der Kappelner Brücke mit Krabbenpulen verkürzt!



  • Dr. Helmut Olbertz backt frisches Vollkornbrot an Bord::
     
    Auch wenn kein Backofen an Bord ist, muss man auf vollwertiges Brot nicht verzichten. (Im Handel erhältliche Vollkornbrote sind meist nicht aus Vollkorn, da der Keim (Vitamine u. Mineralstoffe u.a.m.) wegen seines Fettgehaltes (führt zu Ranzigwerden) entfernt wurde.) Wir haben das Brotproblem folgendermaßen gelöst: Wir nehmen Getreide mit an Bord. Das Getreide wird frisch gemahlen mit einer Mühle, die mit einem starken Wischermotor angetrieben und vom 12-Voltnetz gespeist wird. Im Hafen mit Stromanschluß setzen wir das Mahlwerk auf den Jupiter Motorblock auf. Damit geht das Mahlen natürlich einfacher und schneller. Das Brot wird auf dem Herd in der Pfanne gebacken. Damit nach oben Platz ist - das Brot geht ja! - wird statt des flachen Deckels eine umgedrehte Metallschüssel aufgesetzt, an der ich einen Holzgriff angebracht habe. Das Rezept: Zutaten: 750 g Weizen, 250 g Roggen, 2-3 gestr. TL Salz (bzw. n. Geschmack), 2 Tüten Trockenhefe (a 10 g), ca. 700 ml Wasser
    Zubereitung: Das Getreide mehlfein mahlen. Trockenhefe und Salz gut mit dem Mehl vermischen, das Ganze mit dem Wasser zu einem Teig kneten und zu einem Brot formen, so daß es in die Pfanne passt. Mit Deckel (s.o.) 1 Stunde auf kleiner Flamme "braten", dabei alle 15 Minuten wenden.



  • Claudia Schulte serviert heiße Tomaten zum Frühstück, Mittagessen und Abendessen:
     
    Für zwischendurch, zum Frühstück, zum Abendbrot oder auch als Beilage zu einem üppigeren Menü gedacht. Sehr vielfaltig, lecker und schnell zubereitet. Je nach Personenzahl nehme man:

    Zutaten: 4 - 8 Eier, 2 - 5 Tomaten, 200-300 gr. Salami (Aldi; hält sich hervorragend, schmeckt gut, auch für zwischdurch und ist günstig), 100 - 300 gr. Bacon oder fetten Schinken, schwarzer Pfeffer/weißer Pfeffer (gemahlen) je nach Geschmack, Paprikapulver scharf, Cayennepfeffer oder Chilipulver und eine kleine Pfefferschote (Piri-Piri aus dem Glas oder getrocknet), dann bitte zerstoßen.
    Zubereitung: Die Tomaten in kleine Stücke schneiden und in der heißen Pfanne oder Topf erwärmen, bis die Flüssigkeit verdampft ist. In einer zweiten, oder der einzigen Bordpfanne (je nach Ausstattung der Yacht) die Salami (kleingewürfelt) und die Speck- oder Schinkenscheiben auslassen und kross braten. Die Eier, nicht zu fein quirlen, über die Tomaten gießen und mit den Gewürzen, die man vorher nach Geschmack mischen sollte, abschmecken. Auf Tellern servieren und mit der gebratenen Salami und den Speck- oder Schinkenscheiben umlegen.
    Dazu passt ein kräftiges Brot und ein gemischter Salat. Als Getränk empfehle ich ein kühles Bier.



  • Karin Kröher schwört auf ihre Gyrossuppe:
     
    Da bei uns an der Nordseeküste die Saison von Mitte April bis Ende Oktober geht, hier ein Rezept für einen Eintopf - besonders geeignet nach einem langen, naßkalten Töm in der Vor- und Nachsaison (läßt sich auch prima zu Hause vorbereiten).

    Zutaten und Zubereitung (für ca. 6 Personen): 750 g Gyros in kleine Würfel schneiden und anbraten, 4 Päckchen Sahne dazugeben und 12 Stunden ruhen lassen. 1 grüne Paprikaschote, 1 rote Paprikaschote klein schneiden und dazugeben.1 Dose Mais abtropfen und dazugeben.1 Flasche Zigeunersoße, 1 halbe Flasche Chilisoße und 2 Tüten Zwiebelsuppe unterrühren sowie nach Bedarf etwas Wasser dazugeben. Alles ca. 20 Minuten köcheln lassen - guten Appetit



  • Auf die Küchenrolle möchte Werner Suk nicht an Bord verzichten:
     
    Als Hand, Bootsmann oder Skipper fahre ich mit verschiedenen Eignern H f K. Da gäbe es viel zu berichten. Weil ich nicht kochen kann, übernehme ich abspülen und saubermachen. Ich vermisse in Ihrer Einkaufsliste die unentbehrliche Küchenrolle "saugstark und nassfest", da sollte man die beste nehmen. Ferner sollten Sie die Kontrolle aller Einkäufe am Bootssteg als "muss" hervorheben. Mir kommt keine nicht unbedingt notwendige Verpackung an Bord und Karton oder Pappe schon garnicht. Eine Stauliste ist unverzichtbar. Flaschen, Gläser und Dosen wandern in die Bilge u.a. weil sie schwer sind. Sie müssen gut auch nach Teilentnahme gesichert sein. Schwammtücher halte ich für nicht geeignet.
    Übrigens, wenn ich bei einem Törn den Skipper spiele, übernehme ich außer dem Abspülen auch die Pflege des SeeWc . Nicht nur die Nahrungsaufnahme, sondern auch die "Abgabe" hat Einfluß auf die Stimmung an Bord!



  • Wofgang Grimme serviert Erotisches aus Dänemark:
     
    Wenn schon die dänischen Gewässer im deutschen Hausrevier Ostsee vieler Segler Lieblingsrevier sind, dann sollte auch etwas Dänisches in Pütt un' Pann entstehen. Und warum nicht auf die zauberhafte dänische Hauptstadt bezogen, die so viele Besucher durch das ihr nachgesagte märchenhafte Hans-Christian-Andersen-Flair zu verführen weiß: ein erotisches Mahl à la Lille Havfrue.

    Menü für einen Abend zu zweit
    - zu genießen im Anblick der Kleinen Meerjungfrau -
    "Fishin' for compliments"
    "Die Brustwarze der Nereide"
    "Thors Hammer"
    "We are red, we are white, weare Danish dynamite" (Vi er røde, vi er hvide, ... )

    1. Fishin' for compliments
    Zutaten: 6 - 8 sehr dünn geschnittene Streifen Lachsfilet, 3 EL Olivenöl 1 TL Zitronensaft, Salz, etwas Pfeffer, ca 1/ 2 TL Rohrzucker, 6 - 8 Büschel Feldsalat Zubereitung: Aus Öl, Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Zucker* eine Marinade rühren und über die Lachsstreifen träufeln. Ca 1/2 - 1 Stunde marinieren. Feldsalat waschen, auf kleinen Tellern anrichten. Die Lachsstreifen aufrollen und jeweils ein Röllchen vorsichtig auf einem Feldsalatbüschel platzieren. Im Sommer kann man statt des Feldsalats auch gelbe Rosenblätter aus dem Garten verwenden, die diesem Amuse gueule einen viel erotischeren Touch geben.
    * Der Zucker in der Marinade mag einem Gourmet nicht behagen, die Dänen lieben es jedoch süß; man denke nur an den köstlichen, süß-sauren Sild.

    2. Die Brustwarze der Nereide:
    (Nereiden, die Töchter des griechischen Meeresgottes Nereus, sind bekanntlich die mediterranen Schwestern der nordischen Meerjungfrauen) Zutaten: pro Person 1 Schollenfilet, 200 g tiefgefrorener Spinat oder Mangold, 1 TL gehackte Pinienkerne, 1/2 Knoblauchzehe,1 TL getrocknete Aprikosen, Salz, Pfeffer, Muskat, etwas Zitronensaft
    Sauce: Safranfäden, Salz, Pfeffer, 1/2 Glas Weißwein, 1/4 Tasse Fischsud etw. Tomatenmark, 1/2 TL gehackte Petersilie,. etwas Möhrensaft halber Becher Sahne, Butter, 2 Rosinen
    Zubereitung: Spinat nach Anweisung in etwas Wasser kochen. Knoblauch pressen und in Olivenöl andünsten. Spinat hinzugeben und leicht garen. Gehackte Pinienkerne in einer Pfanne leicht anrösten und mit den klein geschnittenen Aprikosen zum Spinat geben und etwas köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer, Muskat* und Zitronensaft abschmecken.
    Safranfäden mit Salz und Pfeffer im Mörser zerstoßen. Wein, Fischsud, gehackte Petersilie und eine Teelöffelspitze Tomatenmark unter Rühren aufkochen, SafranGewürzmischung hinzugeben. Sahne unterrühren, mit einem Spritzer Möhrensaft abschmecken. Bei mittlerer Hitze einkochen lassen. Schollenfilets abtupfen, in Butter kurz braten.
    Anrichten: Schollenfilet in die Mitte eines flachen Tellers legen, Spinat als Ring drumherum anrichten (Assoziation: die mit Tang bekränzte Brust der Meerjungfrau), Sauce über das Filet gießen, Rosine mittig auf die Scholle legen. * Muskat gilt als eines der aphrodisierendesten Gewürze.

    3. Thors Hammer:
    Zutaten: 300 g Schweinefilet, 1 EL Butter, Salz, frisch gemahlener Pfeffer,1 Glas Akvavit, 2 EL starker Kaffee, 1 ELTomatenpüree, 2 dl Schlagsahne, Paprika edelsüß
    Zubereitung: Fleisch in ca 1/2 cm dicke Scheiben schneiden und in der Butter kurz anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Herausnehmen und warmstellen. Die Pfanne mit Akvavit ablöschen. Kaffee, Tomatenpüree und Sahne hinzugeben und bei schwacher Hitze kurz köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und etwas Paprika abschmecken .Die Sauce über die auf einem Teller angerichteten Schweinefilets geben. Dazu passen junge dänische Kartoffeln.

    4. We are red, we are white, ...:
    Zutaten: 1 kleine Packung Rote Grütze, 2 EL Quark, 1 TL Creme fralche, 1 TL Aprikosenmarmelade,1 EL Eierlikör Zubereitung: Quark und Creme fralche mischen, Aprikosenmarmelade und Eierlikör unterheben, kaltstellen. In Dessertschalen die Rote Grütze mit der Quarkcreme dekorativ anrichten.



  • Grüner Spargelsalat:
     
    Zutaten (für 2 Personen): 6 Stangen grüner Spargel, 1 grüner/Eisbergsalat,1 Bund Schnittiauch, Heinz Chilli-Sauce, 1 Ei Zubereitung: Spargel nicht schälen und im Salzwasser ca. 10 Minuten kochen. Im selben Topf das Ei hart kochen. Den Schnittlauch in kleine Ringe schneiden und unter die Chillisauce mischen. Das Ei pellen und hacken. Jetzt alles auf zwei Teller dekorativ anrichten. Jeweils ein Salatblatt wie eine kleine Schale an den Tellerrand legen und etwas Chillisauce einfüllen. 3 Spargelstangen fächerförmig in die Mitte der Teller legen und die Eiwürfel quer über den Spargel verteilen. Statt Ei kann man auch italienischen Schinken (natürlich nicht gewürfelt) oder Krabben in jeder Form dazugeben.

    Die Gulaschsuppe "Fisherman" stammt von Ditmar Tieves: Zutaten (für 2 Personen): 1 Zwiebel - würfeln,1 Scheibe Schinken(-speck), 30 g - würfeln, 1 Paprika-Schlot - würfeln, 1 kleine Dose Champignons - abgießen und würfeln, 1 Brühwürfel - in 250 ml Wasser auflösen,1 Dose Gulasch, 300 g, Lorbeer-Blatt, Schwarzer Pfeffer, Schnittlauch, trocken, Petersilie, trocken, Salz, Zucker, Zitrone, Sherry, Saucen-Binder, Dosen-Milch, Bratöl
    Zubereitung: I Esslöffel Öl erhitzen, Zwiebel goldgelb anbraten Schinken zugeben und mitbraten. Champignons kurz mitbraten. Auffüllen mit Gulasch und Brühe. Würzen mit 1 Lorbeer-Blatt, 1 Messerspitze schwarzer Pfeffer, 1 Teelöffel Schnittlauch, 1/2 Teelöffel Petersilie, 2 Priesen Salz, 1 Teelöffel Zucker, und 2 bis 3 Spritzer Zitrone. Verrühren und leicht kochen lassen. Mit 2 Esslöffel Sherry abschmecken und mit 2 Esslöffel Saucen-Binder andicken. Evtl. mit etwas Dosen-Milch verfeinern.



  • Insa Jansen verrät das Geheimnis ihrer selbstgemachten Pesto:
     
    Zutaten: 2 - 3 Bund Basilikum, 50 g Pinienkeme, 100 g Pamlesan, frisch im Stück, 2 El Paniermehl, 1-2 Knoblauchzehen, 1-2 Teel. Salz, 1 kl. rote Chilischote, ca. 200 ml gutes Olivenöl. Zubereitung: Alle Zutaten in der Küchenmaschine fein pürieren, soviel Öl zufügen bis ein nicht zu dickes Mus entsteht. In Twist-Off- Gläser füllen (zb. Würstchengläser) und dunkel lagern.



  • Bei Dr. Jürgen Zabel kommen Fische in den Ofen:
     
    Wenn ein kapitaler Fisch an den Angelhaken ging, der in der Pfanne nicht mehr zu bewältigen war, habe ich ihn im Backofen in der Alu-Folie gegart. Zuvor habe ich den Fisch innen und aussen mit einer Marinade dick eingestrichen.
    Zutaten: 3-4 Essl. Olivenöl, 1-2 Essl.frisch gepresster Zitronensaft, 1 große gepresste Knoblauchzehe, 1 1/2 Essl. Senf, Reichlich Kräuter der Provence getrocknet, wenn möglich frische Kräuter vom Markt.
    Zubereitung: Bevor ich den Fisch in der Alu-Folie verschließe, gebe ich noch 2 Esslöffel Speiseöl hinein, stelle ihn eine Stunde lang in den Kühlschrank und so dann in den vorgeheizten Backofen- nach 30 Min. ist er durchgegart. Nach Herausnahme des Fisches aus der Alufolie, lässt sich aus dem entstandenen Sud unter Hinzugabe einer Tasse trockenen Weißweins eine köstliche Fischsauce bereiten. Dazu passt Wildreis und Broccoligemüse. Zuvor gibt es noch einen knackigen Salat "Quer über den Markt". Während des Essens braten in der Pfanne der Länge nach aufgeschnittene Bananen in Butter mit Zucker überstreut, welche nach dem Essen mit einem Cognac flambiert gereicht werden.



  • Nudeln mit Thunfisch-Zitronen-Thymiansauce sind Annette Kiedrowski liebstes Bordgericht:
     
    Zutaten (für 4 Personen): 480g Bandnudeln (oder was gerade da ist), 1-2 Dosen Thunfisch in Öl, 1 Becher Schmand (Sahne oder Creme fraiche) für mehr Sauce 2 Schmand nehmen, 1 Zwiebel in Würfel geschnitten, 1-2 Knoblauchzehen (gehackt oder gepresst), 1 Zitrone Saft und Schale, Olivenöl, Salz, Pfeffer, Thymian, Zucker, Weißwein, Balsamico
    Zubereitung: Nudeln in reichlich gesalzenem Wasser kochen und abgießen. Olivenöl in einen Topf geben und die Zwiebel darin glasig dünsten. Den Knoblauch hinzugeben und leicht andünsten und dann Thunfisch, Schmand, etwas Salz und Pfeffer, eine Prise Zucker, Zirtronensaft, 1-2 Teelöffel Thymian, Weißwein (200ml oder je nach Geschmack mehr) dazugeben. Die Sauce etwas köcheln lassen und dann mit Salz, Pfeffer und Balsamico abschmecken. Dann erst die Zitronenschale reingeben. Zitronenschale darf nicht mehr mitkochen da sie sonst bitter wird. Nun die leckere Sauce unter die Nudeln mischen und der hungrigen Mannschaft servieren. Dazu schmeckt ein trockener Weißwein; z.B. Soave oder heuriger grüner Veltliner.



  • Rosemarie Hägele schmeckt das Risotto mit Steinpilzen::
     
    Zutaten (für 4 Personen): 25 g getrocknete Steinpilze (die man gut im Gepäck mitnehmen kann!). 2 kleine Zwiebeln, 1-2 Knoblauchzehen (je nach Geschmack), Olivenöl, pro Person 1 Tasse Risottoreis, 1 Glas trockener Weisswein (der später auch zum Essen gereicht wird), Bouillon (als Würfel oder Paste erhältlich), 1 Tasse geriebenen Parmesan.
    Zubereitung: Pilze in genügend Wasser ca. 2 Stunden einweichen. Pilzwasser über ein Filter abgiessen, Pilzbrühe aufbewahren. Zwiebeln und Knoblauch fein hacken, im Olivenöl glasig dünsten, Reis zugeben, unter Rühren ganz wenig anbräunen. Mit Wein und Bouillon ablöschen. Leicht unter ständigem Rühren köcheln, immer wieder mit Flüssigkeit (Wasser) auffüllen. Zum Schluss noch zum Abschmecken etwas Pilzsud dazugeben. Pfeffer, die Pilze und Parmesan unterziehen. Salz nach Bedarf (die Bouillon ist ja meist schon gesalzen). Der Reis sollte eine dickliche ziemlich feuchte Konsistenz haben.



  • Stefan Riesebeck kredenzt eine schwedische Seemannspfanne:
     
    Wir sind Skandinavien-Fans und haben dieses Rezept aus dem schwedischen mitgebracht. Man benötigt dafür nur einen einzigen Topf (am besten eine hochwandige Pfanne mit Deckel) und die Zutaten sind meist längerhaltbar, so daß dies bei einigen Seetagen auch kein Problem ist. Dies ist ein sehr heißes und deftiges Essen. Und mit Zwiebeln, Kartoffeln und Möhren bekommt der Körper genau das, was er braucht. Für uns ist dieses Gericht genau das Richtige an kalten Tagen, die im Nordenleider öfter vorkommen.

    Zutaten für 4-5 Personen: 400 g Rinderhack, 1 Eßl. Margarine, 1 Tl.Salz, 4 Gelbe Zwiebeln, 3-4 Mohrrüben (ca. 300 g), 6-8 Kartoffeln (ca. 3/4 kg), 5 dl heißes Wasser, 1 Brühwürfel, 1 Tl. Oregano, Petersilie Zubereitung: Das Gehackte anbraten und salzen. Mohrrüben , Zwiebeln und Kartoffeln in Scheiben schneiden. Alles in einen Topf schichten - mit Mohrrüben und Kartoffeln anfangen und abschließen. Den Brühwürfel mit dem Wasser übergießen und Oregano hinzufügen, dann den Topf damit aufgießen. Unter Deckel auf schwacher Hitze kochen bis die Kartoffeln gar sind - ca. 20-25 min - wenn vorhanden, Petersilie drüber und servieren. Zubereitungszeit insgesamt ca. 30-45 min. Dazu: eingelegte Gurken, Rote Beete.



  • Jörg Hickmann steht auf Bulgursalat:
     
    Bulgur?! Kein Reis, keine Hirse ,sondern Hartweizen.S ehr leicht vorzubereiten, erfrischt, sättigt, macht nicht dick und bleibt kühl mind.2 Tage haltbar.
    Zutaten(4 Pers.): 300gr.Bulgur,1 Salatgurke,4-5 Tomaten,2 EL Zitronensaft,Olivenöl,Salz,Pfeffer und wer mag Schafskäse.
    Zubereitung: Bullgur im Wasser aufkochen und dann ziehen lassen,bis er "al dente" ist. Anschließend Die Gurke schälen,entkernen und in Würfel schneiden,Tomaten entkernen und in Würfel schneiden.Bulgur abgießen und in einer Salatschale mit den Gurken und Tomaten mischen.Dann mit den restlichen Zutaten abschmecken. Besonders gut schmeckt uns der Salat mit Schafskäse,der,auch in Würfeln, untergemischt wird.



  • Elisabeth Fitzko präsentiert ein Safran Risotto mit Lauch Shrimps und Paradeisern:
     
    Zutaten:
    1 kl. Stange Lauch
    30dag Risottoreis
    2 El Butter
    5El Weißwein
    2 Briefchen Safran
    1l klare Suppe( evtl. Würfel)
    8 am besten Kirschtomaten
    15dag Shrimps
    3dag Parmesan


    Zubereitung: Lauch putzen, halbieren und gut waschen und in 1/2cm dicke Ringe schneiden.Lauch in Butter anschwitzen. Den Reis zugeben und mitrösten, bis er glasig aber noch hell ist. Wein zugießen und einkochen. Safran zugeben und Reis mit ca. 1/8l der Suppe aufgießen, salzen und pfeffern. Reis auf kleiner Flamme unter ständigen Rühren köcheln- dabei immer wieder Suppe zugießen und verkochen, bis die angegebene Suppenmenge aufgebraucht ist.
    Paradeiser je nach Größe halbieren. Shrimps in 2EL Olivenöl anschwitzen, Paradeiser zugeben und kurzmitbraten.
    Risotto mit Parmesan, Paradeiser, Shrimps und restlicher Butter vermischen, zudecken und ca. 1min am Herdrand ziehen lassen. Risotto anrichten und mit grob geraspelten Parmesan bestreuen.



  • Michael Dicke bigt Einblicke in seine Kombüsenausstattung:
     
    Selbst segle ich hauptsächlich Kojencharter und habe deshalb immer eine Minimalausrüstung im Seesack:
    Küchengeräte: Sparschäler, kleines Küchenmesser, großes Bowie-Knife, welches sich aufgrund der stabilen Klinge für wirklich alle Schneidaufgaben in der Pantry einsetzen läßt, einen kleinen Wetzstahl aus dem BW-Handel (z.B. Räer, Hildesheim) in der Größe eines Kugelschreibers und eine rechteckige Auflaufform aus Alu-Guß (nur bei Anreise mit PKW) mit Deckel, die in der Größe, d.h. sie möglichst gut ausfüllt, auf gängige Yacht-Backöfen abgestimmt ist. Diese Form eignet sich sowohl zum Braten in der Röhre, als auch als große Bratpfanne über zwei Flammen (z.B. Bauernfrühstück für die ganze Crew) auf dem Herd. Ferner einige Gummistrops verschiedener Länge mit Haken an einem Ende, damit lassen sich Topfdeckel und einige andere Gegenstände in der Pantry zähmen. Eine größere Menge Schwammtücher, nicht nur zum säubern der Pantry, sondern, leicht angefeuchtet, sind diese auch sehr gute rutschfeste Unterlagen für Töpfe, Teller, Schüsseln. Etliche (8-10) Juteeinkaufstaschen für die Aufbewahrung von frischem Obst und Gemüse und, immer am Mann, einen Leatherman, den man an Bord sowieso gut gebrauchen kann, aber eben auch in der Pantry, wg. scharfes Messer, Büchsenöffner, Schere, Kombizange zum ziehen von Gräten im Fisch, usw.
    Lebensmittel: Olivenöl, Balsamico-Essig, Weißweinessig, getrocknete Gewürze: Oregano, Basilikum, Thymian, Majoran, Bohnenkraut, Kräuter der Provence, jeweils gemahlen Rosmarin, Kümmel, Muskat, geriebenen Parmesan, Zitronensaft (ungeschwefelt). Bohnenkraut (oder auch Pfefferkraut genannt) macht alle Hülsenfrüchte leichter verdaulich und nimmt Blähungen, gleiches gilt auch für Kümmel, z.B. an Bratkartoffeln außerdem kann man diesem gut einem Kräutertee hinzufügen, wenn jemand an Magenbeschwerden leidet. Mit den übrigen Gewürzen lassen sich auch die langweiligsten Dosengerichte (bei schwerer See) in annehmbare Mahlzeiten verwandeln und für die normale Küche werden sie auch benötigt. Für Zwischenmahlzeiten: TUC-Cräcker, Grissini (ital. Knabbergebäck in Stangenform), den guten alten Zwieback (bewährte Nahrung bei abklingender Seekrankheit), Staudensellerie, Kohlrabi.
    Beim Einkauf von Kartoffeln möglichst keine in Kunststoffbeuteln kaufen, sondern im Netz oder lose. Am besten eine Sorte, die man schon kennt, aber Vorsicht, einige sehr gute Kartoffeln sind transport- oder lagerempfindlich (z.B. die Sorte "Linda") und somit für eine Yacht ungeeignet, da sie matschig oder gar faulig werden. Ich selbst bevorzuge halbfest kochende Kartoffeln (z.B. "Celia"), da diese sich universell (Salzkartoffeln, Pellkartoffeln, Kartoffelsalat, Kartoffelpüree,...) einsetzen lassen. Mineralwasser kaufe ich in 0,5 L PET-Flaschen, so hat jeder Mitsegler (Kennzeichnen der Flasche mit einem Edding-Stift) seine kleine Ration, ohne daß Unmengen von angefangenen Wasserflaschen an Bord rumstehen und es poltert auch nichts durch das Schiff, selbst wenn man mal darauf tritt, ist die Unfallgefahr geringer.



  • Georg Philippsen schlägt gebackenen Fisch in Dill/Käsesauce vor:
     
    Zutaten: Man nehme jeglichen Fisch, z.B. Dorsch, Flunder, Rotbarsch, Lachs etc. - etwa 1 Kilo in nicht zu dünne Scheiben, geschnitten. Ferner braucht man 3 EL Butter oder Margarine, 3 EL Mehl, 1 EL Salz 1 TL Trockensenf, 1/4 TL getrocknetes Dillkraut, 1 Prise Cayennepfeffer, 1 Tasse Sahne,1 Tasse geriebener Cheddar Käse ( anderer Käse geht auch), 1 Dose/Glas Muscheln ( frische machen mehr Arbeit für den Smutje), etwa 300 Gramm Krabben ( konserviert oder gefroren).
    Zubereitung: Den Backofen auf 200 Grad erwärmen. Den Fisch in passende Stücke schneiden und in die mit Butter/Margarine gut eingeschmierten Backpfanne legen. Jetzt die 3 EL Butter in einem Kochtopf schmelzen, Mehl gut einrühren und Salz, Senfpulver, Dill und Cayennepfeffer dazu tun. - Den Topf von der Flamme entfernen und die Sahne nach und nach dazugeben - mit einem Schneebesen gut rühren. Den Topf wieder auf die Flamme setzen und aufkochen lassen bei ständigem Rühren bis die Sauce dick wird. 1 Tasse Käse dazutun und mitkochen lassen, bis der Käse geschmolzen ist. Nun die Muscheln und die Krabben dazutun. Die Sauce wird jetzt gleichmässig über den Fisch verteilt, und die letzte Tasse Käse wird darübergestreut. - Die Backpfanne kommt ind den backofen, und das ganze wird jetzt etwa 20 Minuten bei 200 Grad gebacken bis eine schöne Bräune erreicht ist und der Fisch sich leicht teilen lässt ( mit einer Gabel am dicksten Stück ausprobieren).
    Dazu Grüne Bohnen ( Haricôt Verts/ Frostware) oder einen Tomatensalat, Kartoffeln oder gutes Brot. Ein gekühlter Weisswein oder ein eiskaltes Bier rundet alles ab.



  • Von Klaus Gisselmann stammt der nicht ganz ernst zu nehmende Truthahn mit Akvavit:
     
    Man kaufe einen Truthahn von fünf Kilo (für sechs Personen) und eine entsprechende Menge Aquavit. Dazu Salz, Pfeffer, Olivenöl und Speckstreifen.Truthahn mit Speckstreifen belegen, schnüren, salzen, pfeffern und etwas Olivenöl dazugeben. Ofen auf mittlere Stufe einstellen. Dann ein Glas Aquavit einschenken und auf gutes Gelingen trinken.
    Anschließend den Truthahn auf einem Backblech in den Ofen schieben. Nun schenke man sich zwei schnelle Gläser Aquavit ein und trinke wieder auf gutes Gelingen.
    Den Ofen nach 20 min. auf höchste Stufe stellen, damit es ordentlich brummt. Danach schenke man sich drei weitere Aquavit ein.
    Nach einer halben Stunde den Ofen öffnen, den Braten wenden und überwachen. Die Aquavitflasche ergreifen und sich eins hinter die Binde kippen.
    Nach einer weiteren halben Stunde langsam bis zum Ofen hinschlendern und den Truthahn wiederum wenden. Bitte achten Sie darauf, dass Sie sich nicht die Hand an der Ofentür verbrennen. Sich weitere fünf bis sieben Aquavit genehmigen.
    Den Truthahn weitere drei Stunden (Zeit variabel) braten und alle zehn bis fünfzehn Minuten von der Reling aus dafür sorgen, dass der Wasserspiegel nicht absinkt. Wenn irgendwie möglich, sich zum Truthahn hinbewegen und versuchen, diesen aus dem Ofen zu ziehen. Sollte dies nicht auf Anhieb gelingen, genehmigt man sich nochmals einen kräftigen Schluck Aquavit und versucht anschließend nochmals, den Vogel aus dem Ofen zu bekommen. Diesen Vorgang gegebenenfalls mehrfach wiederholen. Anschließend den Truthahn vom Kajütboden aufsammeln und auf einer Platte appetitlich anrichten. Bitte beachten Sie hierbei, dass Sie auf dem fettigen Kombüsenboden nicht ausrutschen. Wenn es trotzdem passieren sollte, trinkt man zunächst zur Stärkung einen Aquavit, um neue Kräfte zu sammeln und sich anschließend langsam und vorsichtig zu erheben.
    Bevor man sich an das Verspeisen des Truthahns gibt, sollte man die Koje aufsuchen und ein wenig schlafen. Am nächsten Morgen einen geruhsamen Hafentag einlegen und den Truthahn mit Mayonnaise und Aspirin kalt essen.
    Viel Spaß beim Nachkochen!


 

Die Gewinner:

In Teil III unserer Serie Fit an Bord“ zum Thema Ernährung (YACHT 6/01) hatten wir dazu aufgerufen, uns Kombüsentipps und Kochrezepte zu schicken, die tauglich sind für den Alltag auf See. Eine Menge Zusendungen haben uns erreicht. Die zehn besten Tipps prämieren wir mit jeweils einer Flasche Aalborg Jubiläums Akvavit inklusive zwei original Akvavit-Gläsern. Freuen können sich:
  • Erwin Bahlke/Hemer
  • Michael Dicke/Hamburg
  • Elisabeth Fitzko/Salzburg
  • Wolfgang Grimme/Lünen
  • Jörg Hickmann/München
  • Karin Kröher/Emden
  • Doris Kurth/Gießen
  • Theobald Pfaffe/Oldenburg,
  • Georg Philippsen/Haderslev
  • Stefan Riesebeck/Greifswald

Allen Gewinnern "Herzlichen Glückwunsch!"

[nach oben]


[zur Hauptseite]


Copyright © 20001YACHT online - Delius Klasing Verlag