Notsignale

Yachtcharter ohne Pyroschein

Bundesverkehrsministerium passt die Anforderungen für Charterskipper der neuen Führerscheinregelung an: keine Lizenz in der Drei-Meilen-Zone

Uwe Janßen am 15.11.2012
Seenotsignal

Handfackel im Einsatz

Seit dem 17. Oktober ist die neue Führerscheinregelung in Kraft, nach der Boote bis zu 15 PS führerscheinfrei gefahren werden dürfen. Bisher schrieb die See-Sportbootverordnung allerdings für Charteryachten Seenotsignalmittel vor, für die ein Fachkundenachweis erforderlich war – über den die künftig führerscheinfrei fahrenden Skipper aller Wahrscheinlichkeit nach nicht verfügen. Auf Anregung des Bundesverbandes Wassersportwirtschaft wird das Bundesverkehrsministerium dieses Problem nun durch einen Erlass regeln, der in Kürze in Kraft treten soll.

Demnach können zukünftig Yachten, die innerhalb von drei Seemeilen Entfernung von der Küstenlinie unterwegs sind, mit fachkundefreien Signalmitteln ausgerüstet werden. Die Mindestausrüstungspflicht gilt als erfüllt, wenn die folgenden Bedingungen vorliegen:

• Begrenzung des Fahrtgebietes auf 3 sm von der Küstenlinie
• Signalgeber mit roten Leuchtsternen (Steighöhe mindestens 80 m, Brennzeit mindestens 5 Sekunden, Mindestlichtstärke 10.000 Candela)
• Zusätzlich 4 Handfackeln rot und 2 schwimmfähige Rauchsignale orange
• Mindestalter von 18 Jahren eines Bordmitgliedes
• Mitführung einer vom Mieter unterzeichneten Erklärung, die bestätigt, dass der Vermieter ihn in den Umgang mit den mitgeführten Seenotrettungsmitteln eingewiesen hat.

Solcherart ausgerüstete Yachten dürfen dann auch von Crews ohne Fachkundenachweis gesegelt werden. 

Uwe Janßen am 15.11.2012

Das könnte Sie auch interessieren


Fotostrecken

Neueste Downloads

Yachttests


Reise-Reportagen


Ausrüstung


Gebrauchtboottests


Neue Videos


Aktuelle Artikel bei YACHT online