Infrastruktur

Wird die Eider zur Sackgasse?

05.01.2016 Karolina Meyer-Schilf, Fotos: Wikimedia Commons CC BY 3.0]/Nightflyer, ide stampe/O. Franke - Seit November ist die marode Gieselau-Schleuse gesperrt. Mit einer Online-Petition soll eine befürchtete Stilllegung verhindert werden

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Fotograf: © Wikimedia Commons CC BY 3.0]/Nightflyer

Die Schleuse am Gieselau-Kanal ist seit Anfang November gesperrt

Rostige Spundwände und kaputte Schleusentore beeinträchtigen schon seit Jahren den Schleusenbetrieb am Gieselau-Kanal. Nur knapp bestand das Bauwerk die letzte Überprüfung, seither folgten immer wieder kleinere Reparaturen. Seit Anfang November ist die Schleuse nun gesperrt, um den tatsächlichen Sanierungsbedarf im Rahmen einer Bauwerksprüfung zu ermitteln. Auch ein Wirtschaftlichkeitsgutachten soll erstellt werden. Bis mindestens Ostern soll die Schleuse noch geschlossen bleiben, was dann folgt, ist derzeit unklar.

Als Teil einer Bundeswasserstraße liegt die Schleuse in der Verantwortung des Bundes. Der jedoch will sie offenbar loswerden: Wie die Dithmarscher Landeszeitung in ihrer Print-Ausgabe berichtete, gibt es ein Angebot des Bundes, sich an der Sanierung zu 50 Prozent zu beteiligen – Voraussetzung ist allerdings, dass das Wasserbauwerk in eine neue Trägerschaft, etwa die des Landkreises Dithmarschen, übergeht. Der Bund würde in dem Fall noch eine Ablösezahlung leisten und wäre die Verantwortung künftig los. 

Doch zunächst muss ermittelt werden, welcher Sanierungsbedarf überhaupt besteht. Spätestens Ostern soll nach derzeitigem Stand das Gutachten vorliegen. Für die maritime Wirtschaft in der Region ist der Gieselau-Kanal eine wichtige Lebensader, viele Sportbootfahrer nutzen die Schleuse, um zu ihrem Winterlagerplatz zu gelangen oder als Alternativroute zur Nordsee. Eine dauerhafte Schließung der Schleuse hätte somit massive Auswirkungen auf die Wirtschaft in der Region, denn die Verbindung zwischen Nord-Ostsee-Kanal und Eider wird auch touristisch durch Ausflugsschiffe genutzt. 

Damit die Eider durch eine längerfristige Sperrung oder gar Stilllegung der Schleuse nicht zur Sackgasse wird, wurde eine Online-Petition an den schleswig-holsteinischen Wirtschaftsminister Reinhard Meyer erstellt. Noch bis Mitte März können Interessierte die Peititon hier unterzeichnen. 

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Fotograf: © ide stampe/O. Franke

Warten auf Linderung

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