Windjammer

Unerwarteter Fund auf der "Peking"

Bei der Generalüberholung im Trockendock sind im Ballast des Flying P-Liners Originalteile des früheren Schiffsinventars aufgetaucht

Kristina Müller am 15.12.2017
Fundstücke
Stiftung Hamburg Maritim

Während der Restaurationsarbeiten am ehemaligen Flying P-Liner "Peking" haben Werftmitarbeiter zwar keinen Schatz entdeckt, aber immerhin einen überraschenden Fund gemacht: Bei Probe-Öffnungen des Stahlrumpfes sind  sie auf die gusseisernen Tischbeine des originalen Kapitänstisches im Ballast des Schiffes gestoßen.

Fundstücke

Überraschungsfund: zwei Tischbeine des alten Kapitänstisches der "Peking"

Diese sind offenbar Teil des früher üblichen losen Ballasts an Bord, der später durch festen Ballast aus Zementmörtel ersetzt wurde. Eingesetzt wurden dabei laut Auskunft der Stiftung Hamburg Maritim, Eignerin der "Peking", schwere Gegenstände, bevorzugt gusseisernen Bauteile. Mit anderen Worten: Metallteile, die damals an Bord gefunden und nicht zwangsläufig anderweitig benötigt wurden, wurden in die Bilge des Schiffes befördert und mit Zement übergossen.

Die Stiftung Hamburg Maritim bezeichnet den Fund als "großes Glück" für die Stiftung. Damals als Abfall im Beton entsorgt, seien es heute wunderbare Restaurationsstücke. Hätte man die Probebohrungen am Rumpf an einer anderen Stelle durchgeführt, wären die Unikate niemals ans Tageslicht gekommen.

Fundstücke

Loser Ballast, darunter die Tischbeine

Im Sommer 2017 war die "Peking" in einer vielbeachteten Überführung per Dockschiff von New York an die Elbe transportiert worden, um auf der Wewelsflether Peters Werft restauriert zu werden und im Anschluss im Hamburger Hafen als Museumsschiff ihren neuen Heimathafen zu bekommen.

Auf der Überführungsfahrt des Viermasters sind dabei Bilder entstanden, die nun im ersten Peking-Kalender für das Jahr 2018 zu sehen sind: "Fotografen haben den langen Weg des Schiffs über den Atlantik begleitet und ihre Aufnahmen zur Verfügung gestellt. Festgehalten wurden Szenen, die sich so niemals wiederholen werden. Aus diesem einmaligen Fundus speist sich der nun vorliegende Kalender", teilt die Stiftung Hamburg Maritim mit.

Kalender Peking

Der Peking-Kalender für 2018

Zahlreiche Fotografien zeigen die Stationen der "Peking" auf ihrer Fahrt von New York nach Wewelsfleth: am Pier 16 in Manhattan, im Dockschiff über den Atlantik, die Ankunft in Wewelsfleth und schließlich im Dock der Peters Werft. Der Kalender hat eine Größe von 48,5 cm x 33,5 Zentimeter und eine Spiralbindung. Erhältlich ist er bei der Stiftung Hamburg Maritim für 19,90 Euro.

Auf den Seiten der Stiftung Hamburg Maritim wird zeitnah ein Videobeitrag zum Fund der Tischbeine zu sehen sein.

Kristina Müller am 15.12.2017

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