Havarie

Tania Aebis alte "Varuna" als Geisterschiff auf dem Atlantik

Die legendäre rote Contessa 26, mit der Aebi einst allein um die Welt segelte, ist auf dem Weg nach Gibraltar von ihrem jetzigen Eigener aufgegeben worden

Pascal Schürmann am 06.09.2017
Tania Aebi auf Varuna
T. Aebi

Tania Aebi in den Achtzigern auf ihrer "Varuna"

"Maiden Voyage" – "Die Welt im Sturm erobert": Ältere Segler werden sich noch gut an die seinerzeit spektakuläre Weltumsegelung der damals erst 18-jährigen Tania Aebi erinnern. Die war auf Geheiß ihres Vaters mit einem kleinen Boot und begleitet nur von ihrer Katze um die Welt geschickt worden, um Verantwortungsbewusstsein zu lernen. Von 1985 an steuerte die junge Erwachsene daraufhin zweieinhalb Jahre lang 23 Länder an. Ihre Erfahrungen hielt sie in den eingangs genannten Büchern fest, die zu Bestsellern wurden.

Ihre auffällig dunkelrote Contessa 26, mit der Aebi damals unterwegs war, ging in den Jahren danach durch mehrere Eignerhände. Wie erst jetzt bekannt wurde, hat sie ihr derzeitiger Eigner bereits Ende August auf dem Weg von den Azoren nach Gibraltar wegen technischer Probleme aufgegeben. Der Einhandsegler ließ sich etwa 600 Seemeilen westlich der Meerenge abbergen, seither treibt die "Varuna" als Geisterschiff auf dem Atlantik, vermutlich in südliche Richtung.

Da sich derzeit zahlreiche Yachten auf dem Weg von Europas Küsten zu den Kanaren befinden, stehen die Chancen nicht ganz schlecht, dass die Yacht wiedergefunden und gegebenenfalls sogar geborgen werden kann. Das jedenfalls hofft Tania Aebi, deren Herz immer noch an ihrer alten "Varuna" hängt.

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Pascal Schürmann am 06.09.2017

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