Seenot

Mastbruch auf dem Atlantik – Crew gerettet

Knapp 48 Stunden trieb die britisch-amerikanische Crew auf der havarierten "Clyde Challenger" auf dem Nordatlantik, der Mast war im Sturm gebrochen

Kristina Müller am 13.02.2017
Havarie Clyde Challenger
HM Coastguard

Rettung auf dem Nordatlantik: Das Beiboot der HMS Dragon birgt die Crew der "Clyde Challenger"

Die 60 Fuß lange Segelyacht "Clyde Challenger" ist auf dem Weg von den Azoren nach Großbritannien und steht gut 400 Seemeilen vor Kap Finisterre, als es am vergangenen Donnerstagabend passiert: In schwerem Wetter drückt eine Welle das Rigg aufs und schließlich unter Wasser. Der Mast bricht, das Ruder auch. An Bord sind der 66-jährige britische Skipper Roy Graham sowie 13 Crewmitglieder; zwölf Briten, ein US-Amerikaner. Die Crew setzt einen Notruf ab, der mehrere Handelsschiffe in der Nähe veranlasst, zur Position der havarierten Yacht zu fahren. Doch aufgrund der rauen Wetter- und Seeverhältnisse sind Rettungsmanöver unmöglich.

Havarie Clyde Challenger

Die "HMS Dragon" der Royal Navy

Am Freitagabend schließlich nimmt der 500 Seemeilen entfernte Zerstörer "HMS Dragon" der britischen Royal Navy Kurs auf die manövrierunfähige Yacht. Am frühen Samstagnachmittag erreicht sie die Havarierten. Mit zwei Beibooten können alle 14 Crewmitglieder geborgen werden, laut Angaben der Royal Navy wurde niemand ernsthaft verletzt. Nachdem die Crew von Bord gebracht ist, werden die Seeventile geöffnet.

Die Rettungsaktion dauerte knapp zwei Stunden, die "HMS Dragon" hat anschließend Kurs auf Lissabon genommen, wo die Geretteten mittlerweile an Land gegangen sind.

Die "Clyde Challenger" wurde ursprünglich für das alle zwei Jahre stattfindende Clipper round the World Race gebaut und hat als "Glasgow Clipper" vier Weltumsegelungen absolviert. Seit 2007 segelte sie unter dem Namen "Clyde Challenger" als Segelschulschiff, Charteryacht und im Einsatz für Corporate Events. Zuletzt war das Schiff in der Karibik gewesen und befand sich zum Zeitpunkt der Havarie auf der Rückreise von Antigua nach Schottland.

Havarie Clyde Challenger

Die "Clyde Challenger" und das Beiboot der Marine auf dem Atlantik

Kristina Müller am 13.02.2017

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