Ostsee

Kommen die Bohrinseln zurück?

01.03.2016 Lasse Johannsen, Fotos: Klaus Andrews - Eine Bürgerinitiative wirbt um Unterstützung einer Online-Petition gegen die erteilte Bewilligung zur Ölaufsuche in der Eckernförder Bucht

Rückbau der Ölplattform vor Damp nach Ende der Förderung im Jahr 2000
Fotograf: © Klaus Andrews

Rückbau der Ölplattform vor Damp nach Ende der Förderung im Jahr 2000 (vgl. YACHT 19/2013, S. 9)

Seit Beginn des Jahres wendet sich eine Bürgerinitiative gegen bekannt gewordene Pläne über die Prüfung, ob im Feld Schwedeneck See die im Jahr 2000 eingestellte Erdölförderung wieder aufgenommen werden soll. Bereits in den Jahren 1984 bis 2000 förderte das Konsortium RWE Dea AG/Wintershall AG von den beiden Plattformen Schwedeneck-See A und B rund 3,5 Millionen Tonnen Öl aus der gleichnamigen Lagerstätte vor dem Ostseebad Damp.

In einer Stellungnahme der Bürgerinitiative heißt es:

"Die DEA AG beantragte im Jahr 2012 beim Bergamt Clausthal-Zellerfeld (LBEG) eine Bewilligung zur Ölaufsuche. Das Umweltministerium des Landes Schleswig-Holstein hat im Oktober 2012 zu diesem Antrag eine Stellungnahme abgegeben. Diese Stellungnahme legt die bestehenden europäischen und gesetzlichen Schutzbestimmungen für die Region um Schwedeneck detailliert dar und kommt zu dem Schluss, "dass Interessen des Natur- und Artenschutzes das beantragte Vorhaben im gesamten Feld ausschließen".

Entgegen dieser eindeutigen Aussage aus seinem Hause, hat Umweltminister Dr. Robert Habeck persönlich als verantwortlicher Vertreter der obersten Bergbehörde der Genehmigung zugestimmt, woraufhin das LBEG der DEA am 13. März 2013 die Bewilligung zur Ölaufsuche erteilt hat. Obwohl die Stellungnahme des Umweltministeriums eindeutig festhält, dass im gesamten Feld Schwedeneck hinsichtlich des Natur- und Artenschutzes überwiegend öffentliche Interessen betroffen sind, wurden in diese Entscheidung weder die betroffenen Gemeinden noch die Öffentlichkeit einbezogen."

Die Bürgerinitiative wendet sich in einem offenen Brief und mittels einer Onlinepetition gegen die Bewilligung.

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