Atlantik-Rally

Jimmy Cornell gründet ARC 2.0

Der bekannte Blauwasser-Guru will mit der "Atlantic Odyssey" den einstigen Geist seiner Atlantic Rally for Cruisers wieder aufleben lassen

Johannes Erdmann am 13.05.2013
Start der ARC 2012

Start der ARC 2012 – dem Vorbild der neuen Veranstaltung

Wenn Ende November wieder mehr als 200 Yachten von Gran Canaria in die Karibik aufbrechen, folgen sie einer langen Tradition, die im Jahr 1986 von Jimmy Cornell begründet wurde. Viele tausend Segler sind seitdem im Rahmen der jährlich stattfindenden Atlantic Rally for Cruisers über den Atlantik gesegelt. Die "ARC" ist heute jedem Segler bekannt – und der damit verbundene Trubel manchem ein Grund, Las Palmas im Oktober und November zu meiden.

Der einstige Gründer der Rally findet ebenfalls, dass der einstige Geist der Veranstaltung in den vergangenen Jahrzehnten verlorengegangen ist. Deshalb hat er nun, fast 30 Jahre nach der ARC, eine neue Transatlantik-Rally ins Leben gerufen, die weniger Kommerz im Fokus haben soll, sondern vielmehr die ursprüngliche Aufgabe der Transatlantik-Rallys: unerfahrenen Seglern den Sprung über den Atlantik zu ermöglichen.

Bei der neuen "Atlantic Odyssey" sollen vor allem die gemeinsame Blauwasserreise und das gemeinschaftliche Segeln im Mittelpunkt stehen – und weniger der Wettbewerb untereinander. Zum ersten Mal in der Geschichte der Transatlantik-Rallys sind dabei sogar unterschiedliche Häfen und Reisezeiten wählbar.

Die Atlantic Odyssey I startet am 17. November 2013 von Arrecife auf Lanzarote und führt nach Le Marin auf der Karibikinsel Martinique.

Die Atlantic Odyssey II startet am 12. Januar 2014 von Santa Cruz auf La Palma und führt nach St. George's auf der Karibikinsel Grenada.

Jimmy Cornell

Jimmy Cornell

Auch die Startgelder sollen wie einst bei der ARC wieder für schmalere Bordkassen interessant werden. Während die Teilnahme an der ARC heute zwischen 950 Euro (8,23 bis 10,29 Meter) und 1300 Euro (13,30 bis 16,29 Meter) kostet, verlangt Cornell zur Teilnahme an der Atlantic Odyssey pauschal 500 Euro – unabhängig von der Länge der Yacht. Ein echter Kampfpreis, wenn berücksichtigt wird, dass für die Summe sogar die Liegegebühren (Starthafen Lanzarote) enthalten sind. Crews mit Kindern unter 16 Jahren können sogar kostenlos teilnehmen.

Die Yachten werden zudem kostenlos mit einem Satellitentracker ausgerüstet, damit die Daheimgebliebenen die Position der Yacht online verfolgen können.

Weitere Infos zur Atlantic Odyssey hier: www.atlanticodyssey.org 

Johannes Erdmann am 13.05.2013

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