Medaille

Die Auszeichnung des Folkes

Die Eigner eines Folkebootes aus dem Jahr 1946 sind die diesjährigen Gewinner der begehrten Plakette Segeln – Lieben – Bewahren

Lasse Johannsen am 03.11.2014
Freundeskreis Klassischer Yachten Preis hanseboot 2014 SRe_IMG_4756

Alljährlich zur Hanseboot vergibt Torsten Conradi, Präsident des Deutschen Boots- und Schiffbauer-Verbandes (DBSV), die charmante Auszeichnung "Segeln – Lieben – Bewahren" des Freundeskreises Klassische Yachten. In Zeiten werftrestaurierter Hochglanz-Klassiker schon fast ein Statement.

Es gibt Bier und Brezeln, die Ausgezeichnete hat an Steuerbord eine markante schwarze Stelle in der naturlackierten Außenhaut. Doch das alles gehört so. Der Freundeskreis Klassische Yachten (FKY) will nicht nur für die in Neu-Zustand versetzten Yachten zuständig sein. Yachten und Jollen, die stets anständig gepflegt wurden, sind in der Regel auch nach Jahrzehnten kein Sanierungsfall. Dass man ihnen ihr Alter dann deutlich ansieht, soll der Ehrung ihrer Eigner nicht im Weg stehen. Denn oft haben die über die Jahre ähnlich viele Stunden in ihre Schätze gesteckt, wie eine aufwändige Restaurierung kosten würde.

Mike Peuker und Katja Vaupel haben ein solches Boot seit einem Jahr unter ihre Fittiche genommen. Das Paar bietet klassische Folkeboote zum Chartern an. "Jacaranda" ziert nun als Exot die aus drei Folkes bestehende Flotte. Auf der Messe-Party des FKY erhielten sie von Torsten Conradi die vom Hamburger Künstler Hinnerk Bodendieck gestaltete Plakette überreicht.

In seiner Laudatio erzählte Conradi aus der Geschichte des Bootes: "Das hier gezeigte Folkeboot F G 3 'Jacaranda' ist eine echte Rarität. Gebaut auf der Aarhus-Yachtwerft 1946 mit dem Namen 'Bonny' ist es das älteste existierende Folkeboot Dänemarks. Mit der ursprünglichen Segelnummer F D 3 war es das erste einer Serie von elf Booten, die 1946/47 in Aarhus entstanden. Bereits neun Jahre später ist es nach Flensburg verkauft worden.

Im Laufe der Jahre ist 'Bonny' durch viele Hände gegangen, was sich an der deutlich erkennbaren Patina durchaus ablesen lässt. Bis sich vor einem Jahr Mike Peuker und Katja Vaupel seiner angenommen haben. Die beiden waren gerade von einer längeren Atlantikreise mit ihrem kleinen Stahlschiff heimgekehrt und auf der Suche nach etwas Neuem. Nicht alle Vorbesitzer haben mit dem Boot nur gesegelt, es sind zahlreiche – auch substantielle – Arbeiten bekannt, die es am Leben gehalten haben. Dennoch präsentierte sich 'Jacaranda' dem Puristen mit einem veritablen Instandhaltungsstau. Von dessen Beseitigung zeugt die vorliegende Bilddokumentation. Das Ergebnis ist hier zu sehen." 

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Lasse Johannsen am 03.11.2014

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