Hallenbrände

Brand bei den Sachs: mit Schrecken und Schaden davongekommen

Über Nacht hat eine Halle von Christian Sach gebrannt: Der beherzt agierende Eigentümer und die schnell eingetroffenen Einsatzkräfte verhinderten Schlimmeres

Tatjana Pokorny am 31.01.2018
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Arne Jappe/Digitalfotografie Nyfeler

Der alarmierende Anruf erreichte Wehrleiter Maik Kramp in Zarnekau am späten Dienstagabend: ein Hallenbrand bei Christian Sach in Zarnekau! "Wir sind gestern Abend um 23.43 Uhr gerufen worden und waren in Spitzenzeiten mit bis zu 120 Kräften bis Mittwoch morgen um 3.45 Uhr im Einsatz", berichtete Kramp YACHT online am Mittwochmorgen nach durchgearbeiteter Nacht. Als die Feuerwehr vor Ort eintraf, loderten die Flammen bereits aus der Halle neben der Privatwohnung ihres Besitzers Christian Sach, gemeinsam mit Bruder Helge Sache eine "Institution" des modernen Mehrrumpfsegelns in Deutschland. Bekannt sind Helge und Christian Sach auch als "Die segelnden Landwirte aus Zarnekau".

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Den "Lübecker Nachrichten" erklärte Einsatzleiter Rolf Müller: "Wir begannen umgehend mit der Brandbekämpfung und mussten auch das Wohnhaus vor dem Feuer schützen" – was mithilfe einer sogenannten Wasserwand gelang. Wehrleiter Maik Kramp erzählte, dass bei Eintreffen der Einsatzkräfte Eigentümer Christian Sach die Flammen schon mit Wasser aus einem Gartenschlauch bekämpfte. Verletzt wurden bei dem Brand der etwa 200 Quadratmeter großen Halle weder Anwohner noch Einsatzkräfte. Am frühen Mittwochmorgen waren die Flammen gelöscht. Der Schaden soll sich nach ersten Schätzungen der Ermittler auf etwa 80.000 Euro belaufen. Eine auf dem Dach angebrachte Photovoltaik-Anlage, so berichtete Maik Kramp, hätten die Flammen nicht durchschlagen, aber von innen beschädigt. 

Beim Brand der ehemaligen Schmiede, die heute als Halle und Werkstatt dient, hatte die Seglerfamilie Sach, die gerade erst von einer erfolgreichen Messewoche auf der boot in Düsseldorf zurückgekehrt war, Glück im Unglück. "Unsere persönlichen Boote waren anderswo untergebracht, und die kleineren Optimisten", so erzählte Helge Sach, der mit seiner Familie nur 200 Meter entfernt von der Brandstelle lebt, "waren vom Einsatz bei der Lübecker 'Eisarsch'-Regatta noch nicht wieder zurück." Dennoch fielen den Flammen teures Segel-Equipment der Brüder Sach sowie landwirtschaftliche Geräte und Ausrüstung zum Opfer. Ein Auto und ein weiteres Fahrzeug konnten rechtzeitig weggefahren werden. Die Kriminalpolizei hat noch in der Brandnacht ihre Ermittlungen aufgenommen; es geht auch darum, ob es sich um Brandstiftung handelt. Wie die "Lübecker Nachrichten" berichten, hat erst vor zwei Wochen in Bujendorf eine Maschinenhalle gebrannt.

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Tatjana Pokorny am 31.01.2018

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