Blauwasser

Bergfest auf dem Atlantik

Die ersten Teilnehmer der Atlantic Rally for Cruisers haben am Wochenende die Hälfte des Weges von Gran Canaria nach St. Lucia bewältigt

Pascal Schürmann am 28.11.2011
ARC 2011 Med Spirit

Die "Med Spirit" beim Start zur ARC 2011 vor Las Palmas de Gran Canaria

Die Boote an der Spitze des Feldes haben sogar nur noch knapp 1000 von insgesamt rund 2700 Seemeilen vor sich. Und sie liefern sich ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen.

In Führung liegt gegenwärtig und auch etwas überraschend der unter schwedischer Flagge fahrende 26 Meter lange Whitbread-Maxi „Rothmans“ unter Skipper Bob Erixson. Mit nur fünf Meilen Abstand folgt die unter russischer Flagge fahrende „Med Spirit“. Die knapp 29 Meter lange Rennyacht wird geskippert von Oscar Konyukhov.

Damit sind zu diesem Zeitpunkt unerwartet zwei Monohulls vorn. Erst dahinter folgen zwei Mehrrumpfer: Auf Position drei liegt momentan der 50 Fuß lange Hightech-Trimaran „Rayon Vert“ aus Frankreich mit Skipper Alain Delhumeau. Dahinter das Gunboat 66 „Phaedo“, ein Rennkatamaran des US-amerikanischen Skippers Paul Hand.

ARC 2011 Track

Der Fleet Viewer zeigt: Die vorderen Yachten haben die Hälfte des Weges in die Karibik hinter sich

Auch der Rest der Feldes kommt prima voran. Seit dem Start am vorvergangenen Sonntag profitieren die Crews von einer beständigen Brise aus nordöstlichen Richtungen. Es weht zwischen 13 und 20 Knoten stark. Daran soll sich auch in den kommenden Tagen nicht viel ändern.

Nur vereinzelt treten die berüchtigten Squalls auf, rasch aufziehende Starkwindfelder, während derer binnen Minuten die Windgeschwindigkeit von 5 auf 8 bis 9 Beaufort ansteigt. Nach einer Viertelstunde ist der Spuk dann meist wieder vorbei.

ARC 2011 Fischfang

Frischer Fisch ergänzt auf vielen Schiffen den Speiseplan

Während vorn die Positionskämpfe ausgefochten werden, lässt es das Gros des Feldes eher gemütlich angehen. Auf vielen Booten sind Spis oder Gennaker gesetzt, und die Crews genießen die Rauschefahrt. Auf einigen Schiffen wird fleißig und auch recht erfolgreich geangelt, nur wenige Crews müssen sich mit – zumeist kleineren – Schäden herumschlagen.

Insgesamt also eine komplett andere ARC als 2010. Im vorigen Jahr hatten die Teilnehmer mit tagelanger Flaute zu kämpfen. Viele Yachten mussten außerplanmäßig die Kapverden anlaufen, um Treibstoff und Proviant nachzubunkern. Bei der jetzigen 26. Auflage der Fahrtenrally hingegen sieht alles danach aus, dass keiner der Teilnehmer Weihnachten auf See wird verbringen müssen.

Pascal Schürmann am 28.11.2011

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