Blue Planet Odyssey

"Aventura IV" am Tor zur Arktis

Erfolgreiche Jungfernfahrt für Jimmy Cornells neues Schiff. Von London nach Grönland führte die erste Etappe auf dem Weg um die Welt

Pascal Schürmann am 30.06.2014
BPO

"Aventura IV" auf dem Weg nach Grönland

Vor wenigen Wochen erst ist die Blauwasseryacht vom Typ Garcia Exploration 45 fertiggestellt und im französischen Cherbourg der Öffentlichkeit präsentiert worden (siehe "Das besondere Boot" in YACHT 13/2014; direkter Download des Artikels). Nun hat sie bereits ihre erste Bewährungsprobe gemeistert – und zwar mit Bravour.

"Wir haben mittlerweile rund 2500 Seemeilen hinter uns, und ich bin mit meiner neuen Aventura sehr glücklich. Alles funktioniert so, wie ich es mir gewünscht habe", berichtet der bekannte Langfahrtsegler und Initiator zahlreicher Weltumsegelungsrallyes Jimmy Cornell von Bord.

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Erste Begegnung mit dem Eis

Auftaktetappe gemeistert

Pünktlich zur Sommersonnenwende am 21. Juni lief "Aventura" den Hafen von Nuuk an. Hier, an der Südwestküste Grönlands, will Cornell abwarten, bis sich das Eis weiter nach Norden zurückzieht und den Weg durch die Nordwestpassage freigibt. Dies dürfte etwa ab Mitte Juli der Fall sein. Dann steht der vorerst schwierigste Teil der geplanten Weltumsegelung an: die Fahrt von Ost nach West entlang der Nordküste Kanadas bis nach Alaska und weiter in die Beringsee.

Begleitet auf dem Weg durch die Arktis werden Cornell und seine Crew von einem zweiten Schiff, der Oyster 47 "Sulivan" des britischen Seglerpaars John und Linda Andrews. Auch sie werden in Kürze Nuuk erreichen.

Sollten beide Boote die Nordwestpassage tatsächlich wie geplant bewältigen, werden sie danach im Pazifik auf weitere Weltumsegler treffen. Die starten am 12. Juli von London aus zuerst Richtung Kanaren und dann weiter in die Karibik und durch den Panamakanal in den Pazifik. Andere Boote stoßen von Martinique und von Miami aus zu der Flottille dazu. Sie alle sind Teilnehmer der von Cornell organisierten Blue Planet Odyssey, einer Fahrtensegelrallye, welche die Teilnehmer auf verschiedenen Routen rund um den Globus führt.

Segeln zum Schutz der Umwelt

Anders als die beispielsweise vom World Cruising Club veranstaltete World ARC soll die Blue Planet Odyssey allerdings kein reiner Segelevent sein. Vielmehr liegt Cornell viel daran, mit der Veranstaltung auf die Probleme unseres Planeten aufmerksam zu machen, wie die Verschmutzung der Meere oder die Folgen des Klimawandels. Und er will aktiv dazu beitragen, diese Probleme anzugehen.

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Kurz vor der grönländischen Küste wurde von Bord der "Aventura IV" die erste von zwei Messbojen ausgesetzt. Sie funkt seither Meeres- und Klimadaten an Wissenschaftler in aller Welt

So nehmen unter anderem alle Teilnehmerboote der Rallye Messbojen mit, die unterwegs ausgesetzt werden und die helfen, wissenschaftliche Daten über den aktuellen Zustand der Meere und der Atmosphäre zu sammeln. Dieses Projekt findet in Zusammenarbeit mit der Unesco statt. Ein Hintergrund-Interview darüber erscheint in YACHT 15/2014 (ab 9. Juli am Kiosk und im App-Store).

Und auch Hamburg spielt bei Cornells aktuellen Segelrallyes eine Rolle. An diesem Donnerstag starten drei Boote von der Hansestadt aus gen London. Sie nehmen an der ebenfalls neuen European Odyssey teil. Von England aus werden sie gemeinsam mit den Booten der Blue Planet Odyssey Richtung Gibraltar und Kanaren segeln.

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Start in London zur Blue Planet Odyssey. Für "Aventura IV" öffnet sich sogar die Tower Bridge

Wer sich über "Aventuras" Weg durch die Nordwestpassage auf dem Laufenden halten will, findet aktuelle Meldungen in Jimmy Cornells Blog.

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Über Schottland und die Orkneys führte der Weg nach Nuuk/Grönland

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Angekommen in Grönland

Pascal Schürmann am 30.06.2014

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