Havarie

ARC-YACHT auf dem Atlantik gesunken

Während die meisten Crews bald in der Karibik sind, musste die Mannschaft einer ARC-Teilnehmeryacht ihr Schiff nach Wassereinbruch aufgeben

Pascal Schürmann am 07.12.2015
Magritte

Die "Magritte", eine Moody Grenadier 134, Bj. 1981

Eigentlich wollten die britischen Eheleute Steve und Teresa Arnold um die Welt segeln. Doch ihr Vorhaben scheiterte am vergangenen Donnerstag bereits rund 130 Seemeilen westlich der Kapverden. Da machte ihr Schiff, die "Magritte", eine 13 Meter lange Moody Grenadier 134, Wasser.

Vergebens suchten die insgesamt vier Segler an Bord nach dem Leck. Als die Situation zunehmend kritischer wurde, nahmen sie mit der Rally-Leitung der ARC Kontakt auf und berieten das weitere Vorgehen. Als sich auch nach Stunden der Wassereinbruch nicht stoppen ließ, schickte die zwischenzeitlich eingeschaltete Seenotleitstelle der Kapverden einen Frachter zu den Havaristen. Der barg die Segler schließlich ab.

Nur wenig später verstummte das Funksignal der an Bord aktivierten Seenotfunkbake. Daher gehen die Verantwortlichen davon aus, dass die "Magritte" auf Tiefe gegangen ist.

Die Arnolds hatten als Teilnehmer der diesjährigen ARC in die Karibik und dann ab Anfang kommenden Jahres mit der World ARC zunächst bis Australien und weiter um die Welt segeln wollen. Die beiden sind erfahrene Segler. Steve Arnold hat einem Bericht des britischen Segelmagazins "Yachting World" zufolge bereits 2004 die Welt umsegelt, damals im Rahmen der Global Challenge.

Normalerweise liegen die Kapverden nicht auf der Route der ARC-Segler; lediglich die Teilnehmer der ARC+ legen auf den Inseln einen regulären Zwischenstopp auf dem Weg in die Karibik ein. Immer wieder steuern aber auch Yachten der normalen ARC Mindelo auf São Vicente an, wenn an Bord nach dem Start auf den Kanaren technische Probleme auftreten. So auch die Arnolds, die in Mindelo ebenfalls Reparaturen durchführen ließen, die aber, so heißt es, nicht in Zusammenhang mit dem danach aufgetretenen Leck stehen sollen.

Weshalb die Moody Wasser machte, wird vermutlich ungeklärt bleiben. Generell gilt der Langkieler als robustes, seetüchtiges Fahrtenschiff.

Pascal Schürmann am 07.12.2015

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