Megayacht

"A" in Gibraltar festgesetzt

Der Eigner der größten Privatyacht der Welt soll der Nobiskrug-Werft noch 15 Millionen Euro schulden. Nun ließen die Norddeutschen das Boot an die Kette legen

Andreas Fritsch am 20.02.2017
Megayacht A an der Kette Gibraltar 2017 TYP_ASYGiovanniRomero116
TheYachtPhoto/Giovanni Romero

Der ungewöhnlich designte Dreimaster war erst vor wenigen Wochen an den russischen Eigner übergeben worden und befand sich nun auf der Überführungsfahrt nach Cartagena, wo noch weitere Arbeiten stattfinden sollen. In Gibraltar sollte das Schiff Treibstoff bunkern, vermutlich wegen der dort günstigeren Preise. Die relativ drastische Maßnahme der Werft wird mit offenen Rechnungen von knapp 15 Millionen Euro begründet, die angeblich bis Ende Januar bezahlt werden sollten. Es geht laut Angaben des NDR, der einen Sprecher des Eigners kontaktierte, um Auseinandersetzungen wegen angeblicher Baumängel der Werft. Nobiskrug lehnte eine Stellungnahme zu dem Fall ab.

Die nun in Gibraltar unter "Schiffsarrest" gestellte Megayacht samt Crew muss abwarten, bis eine juristische Einigung erzielt wird. Der Sprecher des Eigners wird mit der Aussage zitiert, dass man zuversichtlich sei, dass der Arrest und "diese ganze unglückliche Episode" in den kommenden Tagen beigelegt wird.

Streitigkeiten um Restzahlungen bei solchen gewaltigen Projekten – der Wert des Schiffes wird auf rund 400 Millionen Euro geschätzt – sind keine Seltenheit. Nur dass zu so radikalen Mitteln gegriffen wird, ist eher ungewöhnlich.

Andreas Fritsch am 20.02.2017

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