Blauwasser

182 Yachten auf Kurs Karibik

Am Sonntag sind die Teilnehmer der 32. Atlantic Rally for Cruisers zum Schlag über den Großen Teich aufgebrochen. Mit dabei sind 22 Boote aus Deutschland

Pascal Schürmann am 20.11.2017
ARC 2017
WCC/J. Mitchell

Eine internationale Flotte von Yachten hat im Rahmen der 32. Auflage der Atlantic Rally for Cruisers (ARC) am gestrigen Sonntag in Las Palmas de Gran Canaria Segel gesetzt. Ihr Ziel ist die Karibikinsel Saint Lucia. Die Bedingungen beim Start hätten besser kaum sein können: Bei Sonnenschein und einer leichten Brise aus Nordost gingen die Crews auf die rund 2700 Seemeilen lange Reise. 

Dabei wird es allerdings nicht bleiben. Die zunächst noch leichten Winde werden zum Wochenende hin deutlich zulegen: Ein Tiefdruckgebiet mitten über dem Atlantik wird das Wetter für die ARC-Segler stark beeinflussen. So wird die direkte Route mit Kurs West-Nordwest wahrscheinlich schneller sein und von vielen Booten der Regattagruppe gewählt werden, die mit stärkerem Wind oberhalb des Tiefs rechnen. Auf der südlichen Route in Richtung Kapverden werden Wind und Wellen hingegen schwächer ausfallen, sodass die Boote dort zwar in den ersten Tagen langsamer, aber komfortabler unterwegs sein werden.

Die ARC-Flotte besteht in diesem Jahr aus 156 Einrumpfbooten, 28 Katamaranen und zwei Trimaranen. 27 Yachten gehen die Atlantiküberquerung im Regattamodus an, der Großteil dagegen ist in verschiedene Cruising Divisions unterteilt. Die Bootsgröße reicht von 30 bis 95 Fuß Länge. 

Als Erstes wurden gestern die Mehrrumpfboote gestartet, angeführt von der amerikanischen Lagoon 42-4 "Libélula", gefolgt von der Seawind 1160 "X86" und dem größten Trimaran der Flotte, "Rapido". 15 Minuten später fiel der Startschuss für die Yachten in der Regattagruppe. Die ersten drei Boote, die über die Linie gingen, waren schon mehrmals bei der ARC dabei: die österreichische "Godspeed", die Scarlet Island "Girl" und die Swan 46 Mk II "Milanto".

Das größte Schauspiel des Tages bot jedoch den Hunderten von Zuschauern an der Mole der Start der Fahrtenseglergruppe um 13 Uhr Ortszeit. Es war ein imposanter Anblick, als sich die Boote auf der Startlinie verteilten und einige in der leichten Brise bunte Spinnaker setzten. Das erste Boot über der Startlinie war die norwegische Arcona 400 "Tiffin", das zweite die schwedische Najad 460 "Ellen" und das dritte die britische Grand Soleil 56 "Mad Monkey".

Vier Yachten mussten wegen technischer Probleme in Las Palmas bleiben und ihre Abfahrt verschieben. Die Crews hoffen, der Flotte so schnell wie möglich folgen zu können. Alle ARC-Boote sind mit YB-Satellitentrackern ausgerüstet, sodass ihr Vorankommen verfolgt werden kann. Die Mehrheit wird zwischen 18 und 21 Tagen für die Atlantiküberquerung benötigen. 

Insgesamt sind nun 254 Yachten unter dem ARC-2017-Banner auf dem Atlantik unterwegs. 68 Boote der ARC+-Flotte waren bereits letzten Mittwoch in Mindelo auf den Kapverden zur zweiten Etappe ihrer Atlantiküberquerung gestartet.

Pascal Schürmann am 20.11.2017

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